Grüner Tee: Herb und vielversprechend
Ob seines besonderen, herben Geschmacks und seiner anregenden, konzentrationsfördernden Wirkung wird grüner Tee in China schon seit Jahrtausenden geschätzt.
Seit einigen Jahren zieht nun auch Europa nach. Der zarte, feine Grüntee ist nicht nur ein wunderbares Morgengetränk, das die letzte Schläfrigkeit wegzaubert, sondern auch ein idealer Essensbegleiter. Zudem werden auch seine positiven Eigenschaften auf die Gesundheit allerorts propagiert. Schwarzund Grüntee stammen übrigens von derselben Teepflanze, „Camelia sinensis“. Zur Herstellung von Grüntee werden die Blätter allerdings in Pfannen geröstet oder gedämpft, aber nicht wie Schwarztee fermentiert. Daher schmecken
die beiden Teesorten gänzlich unterschiedlich. Neben den klassischen Sorten, wie dem chinesischen Gun Powder, der kräftig-herb schmeckt, und dem eher milden Sencha, gibt es auch köstliche Grüntee-Mischungen wie Grüntee-Lemongras oder Grüntee-Vanille.
Zubereitung von Grünem Tee
Um die wertvollen Inhaltsstoffe auch in der Teetasse wiederzufinden, sollte grüner Tee anstatt mit kochendem nur mit ca. 70 bis 80 °C heißem Wasser übergossen werden. Nach zwei bis drei Minuten ist der Tee fertig. Der erste Aufguss sollte nicht, wie manchmal beschrieben, weggeleert, sondern aufgrund seiner vielen Inhaltsstoffe getrunken werden.
Möchte man sich noch ein Tässchen gönnen, können die bereits verwendeten Blätter ein zweites Mal aufgegossen
werden.
Tipps
Aufgrund seiner kühlenden Wirkung, die vor allem von der chinesischen Medizin betont wird, und wegen des Koffeingehalts sollte grüner Tee nicht zum Dauergetränk werden. Am besten, man genießt ihn in der ersten Tageshälfte und trinkt ab dem späten Nachmittag Kräuter-, Rooibos- oder Früchtetees.
Grüner Tee zum Essen
Durch seine Bekömmlichkeit und herbe Note passt grüner Tee gut in die moderne, leichte Küche. Es versteht sich beinahe von selbst, dass er sich gut mit asiatischen Gerichten kombinieren lässt. Sowohl pure Tees als auch Grünteemischungen sind Begleiter von Fischgerichten sowie von Sushi oder Maki. Während Sencha eher zu leichten Fischgerichten passt, ist die Grüntee-Lemongras-Mischung auch mit Karpfen oder Räucherfisch kombinierbar. Der herb erfrischende Geschmack dieser Mischung harmoniert außerdem
mit Bärlauch-Risotto, Knoblauch-Dressings oder frischem Schnittlauch. Wegen seiner herben Note mundet Grüner Tee auch fein zu Getreidegerichten, deren vollen Geschmack er noch mehr betont.
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