So wird der Tee zum wahren Genuss:
Die richtige Zubereitung
Nichts erscheint auf den ersten Blick einfacher, als einen Tee zu bereiten: Getrocknete Blätter in die Kanne, kochendes Wasser darübergießen, ziehen lassen und fertig.
Doch Teezubereitung ist eine kleine Wissenschaft für sich. Wird der Tee nämlich richtig zubereitet, eröffnen sich Geschmackswelten, die verborgen bleiben, wenn einfach nur heißes Wasser über die Kräuter, Früchte oder Teeblätter gekippt wird. Wer sich trotz Zeitmangels im Büro eine beruhigende oder wärmende Tasse Tee gönnen möchte, kann natürlich auf Aufgussbeutel zurückgreifen.
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Beutel nicht mit Metallklammern verschlossen und dass sie mit qualitativ hochwertigem Tee gefüllt sind. Dies ist daran zu erkennen, dass es sich dabei um klein geschnittene aromatische Pflanzenteile und nicht nur ausschließlich um Stiele und Stängel handelt. Aufgussbeutel sind eine gute Möglichkeit, das Teeritual abzukürzen, ohne dabei auf Geschmack und Wirkung verzichten zu müssen. Eiligen, denen der Genuss noch nicht abhanden gekommen ist, können die seit kurzem im Handel erhältlichen Teepyramiden empfohlen werden. Die transparenten Säckchen sind nicht nur hübsch anzusehen,
sondern sind auch geschmacks- und duftintensiver als gewöhnliche Teebeutel. Durch gröber geschnittene Zutaten enthalten die Teepyramiden außerdem mehr ätherische Öle und garantieren den aromatischen Genuss. Wer morgens oder abends nicht gestresst ist, nimmt sich für den wahren Teegenuss einige Minuten bewusst Zeit. Schon die Zubereitung sollte zelebriert und genossen werden. Während die Blätter und Blüten von Kräutertees zwischen den Fingern zerrieben werden, braucht man bei Früchtetees noch mehr Muße. Auch die Zubereitung von Schwarzem, Grünem und Weißem Tee wird schon seit jeher zelebriert. Mehr zum Thema Zubereitung und worauf man dabei achten sollte, findet sich auf den nächsten Seiten.
Doppelter Genuss: Tee und das passende Essen:
Obwohl Tee in unseren Breiten als Frühstücksgetränk bekannt ist, wäre es schade, ihn nur auf diese Rolle zu reduzieren. Denn die herben, fruchtigen und süßlichen Geschmacksnoten verschiedener Teesorten lassen sich wunderbar zu allen Mahlzeiten kombinieren. Und mehr noch: Der zu einer Speise passende Tee vermag den Charakter einer ganz bestimmten Zutat hervorzuheben und das Erlebnis zu intensivieren. In der Komplexität seiner Geschmacksnuancen ist Tee durchaus mit Wein vergleichbar. Abgesehen von anfänglicher Scheu spricht demnach nichts dagegen, Tee auch zum Essen zu servieren. Über die verwunderten Blicke, die man zunächst mit dem Vorschlag erntet, sieht man am besten hinweg. Das Experiment lohnt sich: Ein passender Tee zu einem feinen Essen vervielfacht den Genuss und die darauf folgende Entspannung. Und – so viel ist sicher – der Kopf bleibt klar. Da es weder „Tee-Sommeliers“ noch geeignete Literatur gibt, die man für die Kombination von passendem Tee zum Lieblingsessen zu Rate ziehen kann, muss man sich in erster Linie auf seine eigenen Sinne verlassen. Am besten, man verkostet den Tee zunächst pur, überlegt sich dann, ob ein eher salziger, süßer, herber oder pikanter Geschmack dazu passt, und probiert es aus.
Die folgenden Seiten sollen helfen, sich in zwei aufeinandertreffenden Geschmackswelten zu orientieren und sich von ungewöhnlichen Kombinationen inspirieren zu lassen. Tee, der zum Essen getrunken wird, sollte niemals eiskalt oder siedend heiß serviert werden.
Um die Geschmacksnerven zu schonen und das Aroma der Speise noch aufnehmen zu können, ist es besser, den Tee lauwarm zu genießen. Dass Tee in der Tasse optisch zwar zum Frühstück, nicht aber zu einem stilvollen Dinner passt, versteht sich von selbst. Wird der Tee hingegen in einem hübschen dünnwandigen Glas serviert, lässt sich das Essen in vollen Zügen genießen. Tee sollte bis auf wenige Ausnahmen gerade zum Essen pur getrunken werden. Gesüßte oder in anderer Weise verfeinerte Tees passen zwar zur Teejause, aber nicht zu einem ausführlichen Menü. Apropos: Serviert man mehrere Gänge, empfiehlt es sich, auch eine Auswahl an Tees, die man vorab t rifft, dazu zu reichen.
Da Tee unzählige unterschiedliche Geschmäcker hervorbringt, können die Essensempfehlungen auf den nächsten Seiten nie auf eine bestimmte Teegruppe sondern nur auf einzelne Vertreter dieser umgelegt werden. Die Empfehlungen sind in erster Linie eine Quelle von Ideen, die weiter entwickelt werden können und sollen.
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