Geschichtliches
Das Waldviertel
Die Höhenlage um die 500 m über dem Meeresspiegel verbunden mit viel Wind gibt dem Holz seine Stärke, den Kräutern ihren Geschmack und den Menschen eine tiefe Ehrlichkeit.
Wer hierher kommt, sucht das wirkliche, das innere Abenteuer.
Sonnentor ist ein Kind des Waldviertels. Unser Umgang mit den Erzeugnissen dieser Landschaft ist geprägt von Dankbarkeit und Liebe zu ihr.
Urzeit 900 a.d.
Die ersten Menschen des Waldviertels tauchten vor über 50.000 Jahren auf. 1884 entdeckte der Benediktinerpate Leopold Hacker aus Göttweig eine Kulturstätte aus der Steinzeit: die Gudenushöhle.
Ihre Bewohner waren noch Jäger und Sammler, doch nach und nach wurden aus ihnen sesshafte Bauern.
Trotzdem verhinderte der dichte Urwald eine wirkliche Expansion der Bevölkerung.
Nur an den Ufern der kleinen Flüsse, wie der Krems und dem Kamp, fanden sie genügend bebaubares Land. Die ersten von ihnen waren die Boier, ein keltischer Volksstamm.
Später gründeten aber auch immer mehr Slawen und andere Volksgruppen Siedlungen.
900-1500
Die Kolonialisierung durch deutschsprachige Siedler setzte erst 955 n. Chr. mit dem Sieg Ottos I. über die Ungarn ein. Er war es auch, der den Babenbergern aus dem bayrischen Hochadel, das Waldviertel als Mark verlieh.
Stets kämpferisch an ihrer Seite standen die Kuenringer. Für ihre Treue bekamen sie ein großes Gebiet bei Eggenburg. Unter ihrer Herrschaft wurde von hier aus ab der der zweiten Hälfte des 11. Jht. das Waldviertel systematisch gerodetet, die Bevölkerung stieg an und die wechselvolle Geschichte des Waldviertels begann.
1500 – 200
Mit den neuen Landesherren, den Habsburgern, kamen die Schwaben und Bayern ins Waldviertel. Und mit ihnen der Protestantismus. Das änderte sich allerdings gegen Anfang des 17. Jhdt. im Zuge schwerer Glaubenskämpfe wieder. Einzig der protestantische Adel durfte im Land bleiben. Vom 16. bis zum 18. Jhdt. litt das Waldviertel wie der Rest Europas unter Pest, Missernten und Kriegen.
Zu Beginn des 19 Jhdt. folgte endlich wieder eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte und des Aufschwunges. So manches romantische Industriedenkmal aus jenen Tagen zeugt auch heute noch von den Anfängen der Industrialisierung. Gerne reiste die feine Gesellschaft der Donaumonarchie zur Sommerfrische ins Waldviertel. Damals kam auch das erste Mal die Bezeichnung „Waldviertel“ für die Region auf. Denn bis dahin hatte es „Viertel ober dem Manhartsberg“ geheißen.
