Kräuteranbau im Waldviertel
Was Kräuter lieben…
Das Waldviertel bietet durch seine geologische Geschichte ideale Voraussetzungen für den Kräuteranbau. Die Granit Verwitterungsböden haben zwar keine sehr dicke Humusschicht (durchschnittlich beträgt diese 10-15 cm), dafür aber den besonderen Vorteil der Sandigkeit, die die Wärme und die Kraft der Sonne besser speichert als Humusböden. Das vom Granit stammende Silizium „spaltet“ die Sonnenstrahlen und somit das Licht und intensiviert dadurch die Wärme. Kräuter brauchen keine Überversorgung an Nährstoffen, sie lieben sandige, aber dafür südseitige Lagen.
Kräuteranbau – die Chance für das Waldviertel
Das Waldviertel hat zusätzlich noch den Vorteil der starken Temperaturschwankungen - im Sommer bei Tag und Nacht erhalten die Kräuter eine zusätzliche Feuchtigkeitsversorgung durch den Tau. Dieser tägliche Niederschlag von 0,5 bis zu 1 mm (das sind 0,5 bis 1 l Wasser je m2) bietet auch bei langen Trockenperioden eine Mindestversorgung an Feuchtigkeit. Ein weiterer Vorteil der Kräuterproduktion im Waldviertel ist die klein strukturierte, traditionelle Landwirtschaft in Kombination mit der vorhandenen Arbeitskapazität. Die Kräuterkulturen stellen für viele Vollerwerbsbauern ein gutes Zusatzeinkommen dar. Sonnentor bemüht sich, die Wertschöpfung so weit wie möglich beim Kräuterbauern zu lassen.
Diverse Kulturen wie Pfefferminze und andere Minzearten (Krauseminze, Orangenminze, Apfelminze,...), Zitronenmelisse, Salbei und Thymian sind Beispiele für mehrjährige Kulturen. Diese Kulturen können bis zu drei oder sogar vier Jahren auf einem Standort belassen werden.
Ringelblumen, Kornblumen, Sonnenblumen, Käsepappel und so weiter, zählen zu den einjährigen Kulturen und müssen im Frühjahr neu gepflanzt werden.
Die Trocknung ist einer der wichtigsten Teilbereiche für die Kräuterproduktion: Unerlässlich ist, die Kräuter sofort nach der Ernte einer Trocknung zuzuführen. Die Trocknungsanlage muss so dimensioniert sein, dass die geernteten Kräuter nicht gedrückt werden. Die Kräuter werden maximal 30 cm hoch aufgeschüttet und es wird darauf geachtet, dass sie gut durchlüftet sind. Die Temperatur, die durch die Kräuter streicht, darf nicht mehr als 40 ° C erreichen. Heißere Trocknungsluft würde zu viel Verlust an ätherischen Ölen und damit natürlichem Aroma und Wirkung bedeuten.
Nachdem der Trocknungsvorgang abgeschlossen ist, werden die Kräuter in luftdichten Verpackungsmaterialien zwischen gelagert, bis diese von Sonnentor übernommen werden.
Bei der Aufbereitung in der Zentrale von Sonnentor wird ebenso darauf geachtet, dass der Anbauer so weit wie möglich die Arbeiten zur Erzielung der 1. Qualität selbst durchführt. Unter Erster Qualität versteht man bei SONNENTOR große Blattware mit sehr wenig Blattverfärbungen sowie geringst möglichem Hauptstilanteil. Verantwortung und Transparenz sind wichtige Grundaussagen der Sonnentor Philosophie.
Bio-Kräuter-Pioniere
Die Firma SONNENTOR arbeitet mittlerweile seit fast 20 Jahren mit den Kräuterbauern aus dem Waldviertel. Mehr Info unter Button „Unsere Bauern“
