Auslandskooperationen fallen auf fruchtbaren Boden
Nach Tschechien und Rumänien nun auch Kooperation in Albanien
Schon 1992 setzte Sonnentor mit dem ersten Joint Venture in Tschechien - Südmähren den ersten Schritt über die österreichischen Grenzen. Am Anfang belächelt, 2003 mit dem EU-Erweiterungsaward der WKNÖ ausgezeichnet.
Auf der Suche nach weiteren idealen (das Waldviertel ergänzenden) europäischen Standorten für Bio-Kräuteranbau folgte 2002 in Rumänien / Transylvanien das erste Bio Kräuteranbauprojekt. Diesem folgte 2006 eine eigene Vertriebsfirmengründung mit rumänischer Beteiligung.
Mit 2008 und der Unterstützung der ADA (österreichische Entwicklungshilfegesellschaft) beginnt Sonnentor eine neue, sicher künftig fruchtbare internationale Kooperation.
Andere Böden und Klimazonen bieten Sonnentor die Möglichkeit, neue Rohstoffe zu erschließen und die Produktpalette zu erweitern. Die im Vergleich zum Waldviertel wärmeren Kräuteranbaugebiete in Tschechien und Rumänien, sowie das mediterrane Klima in Albanien bieten hervorragende Bedingungen für das Gedeihen verschiedenster Kräuter. Zudem wird durch die Erweiterung des Lieferantennetzwerkes der Rohstoffnachschub für das laufende Wachstum von Sonnentor sicher gestellt.
Diese neuen Kooperationen eröffnen gleichzeitig neue Vertriebswege mit großem, künftigem Absatzpotenzial.
Die neuen Anbaugebiete in Albanien bieten ein Umfeld mit traditionell klein strukturierter Landwirtschaft, je Betrieb werden im Schnitt nur zwei Hektar bewirtschaftet. Viele Albaner sind überraschender Weise echte Kräuterexperten: Aufgrund vergangener politischer Ausrichtung des Landes an die chinesische Alltagskultur samt der traditionellen Kräuterkunde konnten sie ihr Wissen über Kräuter – wo sie wachsen und welche Wirkung sie haben – über Jahrzehnte behalten und weitergeben. Auch hier bietet Sonnentor durch hohe Qualitätsansprüche sehr gute Preise, um der Landflucht entgegen zu wirken. Wir schätzen, dass bereits im ersten Anbaujahr über 100 Arbeitsplätze in den einzelnen Bauernhöfen geschaffen werden können.
Für die Beratung und Umsetzung wurde bereits eine Gesellschaft gegründet. Die notwendigen Schulungen der künftigen Trainer und Partner erfolgte bereits im Herbst 2007 im Waldviertel.
Bis Ende 2008 sollen 400 Bäuerinnen und Bauern aus verschiedenen Regionen im nachhaltigen Bio Anbau, und in der Bio Wildsammlung eingeschult werden. Die Zertifizierung übernimmt die Austria Bio Garantie.
J. Gutmann: „Ein weiterer Schritt, um auf der hervorragenden Arbeit unserer Bauern in Österreich, Tschechien und Rumänien aufzubauen. Unserer Philosophie entsprechend bleibt auch in Albanien ein großer Teil der Wertschöpfung bei den Bauern, um Arbeitsplätze und Zukunft zu schaffen. Wir sind sicher, dass damit ein weiterer wichtiger Schritt für das gemeinsame, gesunde Wachstum von Sonnentor gemacht wurde, im Sinne von leben und leben lassen. “
