Die Anbaubesprechung 2011
Mittwoch, 02. März 2011 | Fensterl‘n beim Bauern
Treffen mit Bio-Bauern läutet das Frühjahr ein
Am 1. März 2011 trafen sich fast 100 Bio-Bauern zur alljährlichen Anbaubesprechung in Sprögnitz. Zusätzlich wurde ein neuer Mitarbeiter des Einkaufs vorgestellt.
Knappe 100 interessierte Bio-Bauern aus dem Osten Österreichs fanden sich zur traditionellen Anbaubesprechung am 1. März 2011 bei SONNENTOR in Sprögnitz ein, auch zwei Vertreter aus dem deutschen Bundesland Hessen haben den weiten Weg auf sich genommen. SONNENTOR GeschäftsführerJohannes Gutmann erklärte den Sinn der jährlichen Zusammenkunft anlässlich des Saisonstarts: „Wir wollen damit schon frühzeitig die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Erntejahr schaffen und gleichzeitig unsere Geschäftspartner in persönlichen Gesprächen besser kennenlernen. Nur so kann unsere Zusammenarbeit langfristig und gut funktionieren.“ Ein etwaiges Fair Trade-Label brauche man dazu nicht: „Wir gehen ja schon immer nach dem Motto: ‚Leben und leben lassen‘ vor. Dafür brauchen wir kein Pickerl.“
Als neues Mitglied der SONNENTOR Einkaufs-Mannschaft wurde Franz Kuderer präsentiert – im bevorstehenden Frühjahr wird er flächendeckend die Bio-Bauern und deren Felder besuchen. Kuderer: „Als direkter Ansprechpartner von SONNENTOR werde ich mir vor Ort ein aktuelles Bild machen, gleichzeitig viele praktische Tipps und Tricks liefern. Dadurch können wir bei etwaigen Ernteausfällen früher reagieren und im schlimmsten Fall rechtzeitig Ersatz in annähernd gleicher Qualität finden.“ Johannes Gutmann fügte hinzu: „Wo wächst es? Und wie wächst es? Diese Fragen werden von Medienvertretern und Konsumenten immer häufiger gestellt – und wir wollen sie ganz genau beantworten. Somit haben wir einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Lebensmittel-Industrie.“
Einkaufsleiter Johannes Wenny verwies die anwesenden Vertragsbauern auf die immer strenger werdenden Verordnungen und Kontrollen im Bereich der Bio-Lebensmittel, ersuchte um Anlieferung der Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau in einwandfreien und sauberen Big Bags sowie um detaillierte Beschriftung der gelieferten Waren: „Das ist ganz wichtig, soviel Zeit muss sein nach der Ernte.“ Denn nur so sei es gewährleistet, dass den Bio-Bauern – nach der Pestizid- und Mikrobiologie-Analyse – zu ihrem rechtmäßigen Lohn kommen.
„Ich bin schon seit der ersten Anbaubesprechung dabei“, bilanzierte Gottfried Steiner, Bio-Bauer aus Gars am Kamp und stolzer Träger der Goldenen Sichel 2010. „Aber man erfährt hier immer wieder neue, interessante Details. Noch dazu sind die Anbaubesprechungen eine optimale Gelegenheit, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und neue Kollegen kennenzulernen.“
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