Zwei SONNENTORlerinnen live bei der Kaffee-Produktion im mexikanischen Hochland
Dienstag, 31. Mai 2011 | Fensterl‘n beim Bauern
Zur Fortsetzung unserer Serie "Fensterl'n beim Bauern" durften zwei SONNENTORlerinnen, Claudia von der Einkaufsabteilung und Grafikerin/Fotografin Michaela, im Frühjahr ein paar spannende Tage im schönen Mexiko verbringen.
„Fensterl’n beim Bauern“ geht weiter. Diesmal in Mexiko. Zwei SONNENTOR-Mitarbeiterinnen besuchten dort die BIO-Kaffeebauer.
Hier der Reise- und Erlebnisbericht von Claudia: Nach dem Anflug über Amsterdam und Mexico City geht es weiter nach Tapachula und dann direkt ins Hochland zur Finca Hamburgo der Familie Edelmann, die auf 1.250 Meter Seehöhe und nach landläufiger Meinung "nur ein kleines Stück vom Himmel entfernt" liegt. Der Lohn für die Anfahrt über Stock und Stein ist tatsächlich ein traumhaftes Panorama inmitten von Kaffee-Plantagen und Urwald.
Am zweiten Tag kriegen wir viele interessante Infos über die tägliche Arbeit an der Finca - vom Aufbau und den Arbeitsbedingungen bis zur Verarbeitung der Bohnen und Verkostung des Kaffees. Auf 800 Hektar werden ausschließlich Arabica Bohnen angebaut, derzeit pflegen 120 Arbeiter etwa vier Millionen Kaffeepflanzen. Je mehr Sonne die Pflanzen bekommen, umso intensiver blühen sie. Die Blütezeit ist im März, anschließend setzt die Regenzeit ein (Mai bis Oktober). Die Kaffeepflanze wird auf bis zu zwei Metern Höhe gehalten, jede einzelne Kirsche/Bohne wird von Hand gepflückt. Dies ist zwar extrem aufwändig, garantiert aber ein hohes Qualitätsniveau. Die vielen Hände, die auf einer Kaffee-Plantage gebraucht werden, kommen von etwa hundert Familien, die hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben.
Am dritten Tag besuchen wir die Finca Irlanda - eine von nur zwei Farmen weltweit, die sich auf Rohkaffee aus demeter Anbau spezialisiert haben. Die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt ist hier sehr wichtig: Zum Beispiel wachsen zwischen den Sträuchern Limburgo-Bäume, denn die absorbieren den Stickstoff der Kaffeepflanzen. Aufgrund der nachhaltigen und biologischen Landwirtschaft, die hier betrieben wird, ist die Vegetation noch bunter und vielfältiger, geradezu paradiesisch. Gegen Pilz und Schädlinge wird nichts unternommen - díe vorherrschende Mischkultur schwächt diese weitgehend ab, um den Rest kümmern sich die hier lebenden Tiere...
Zum Produktionsprozess des Kaffees, bei dem wir auch live dabei waren: Nach dem Abwiegen wird die Bohne gewaschen, nach erster und zweiter Klasse sortiert, geschält und in ein Wasserbecken gepumpt. Nach der Fermentation werden die Bohnen nochmals gewaschen, um eventuelle Fruchtreste abzuspülen, dann kommt es zur dritten Auslese. Die Bohnen kommen zuerst auf einen Trocknungsplatz, dann in den Trockner. Dieser fasst drei bis sieben Tonnen und trocknet die Bohnen binnen 24 Stunden bei 50, 60°C auf 11% Feuchtigkeit herunter. Abschließend werden die Bohnen noch sechs Wochen gelagert, dabei erfolgt der Feuchtigkeitsausgleich. Das Resümee von Claudia: "Es war eine tolle, sehr interessante und lehrreiche Reise, die uns dem Kaffee, dem Land und den Leuten sehr verbunden machte und der gesamten Thematik ein großes Stück näher brachte."






































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