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ROSMARIN - Heilkraut des Jahres 2011

Dienstag, 26. April 2011 | Gönn' dir was Gutes!

Hat man den Duft von Rosmarinzweigen in der Nase, beginnt die Gedankenreise zum Urlaub ans Mittelmeer oft schneller, als es einem lieb ist. Der herbe Duft und der pfeffrig-harzige, kampferartige Geschmack des Rosmarins stehen für la dolce vita.

Rosmarin ist nicht zu unrecht Heilkraut des Jahres 2011 geworden, wie die vielen heilenden Wirkungen bezeugen.

Rosmarin ist ein Lippenbütengewächs, das ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt. Er gehörte zu jenen Kräutern, die in den mittelalterlichen Klostergärten angebaut wurden. Das komplexe Aroma von Rosmarin wird durch das bis zu 2,5 Prozent enthaltene ätherische Öl bestimmt, das zum größten Teil aus Cineol, Kampfer und alpha-Pinen besteht.

Die nadelartigen Blätter sollten vor Verwendung etwas im Mörser zerstoßen werden. Wer nicht auf die oft zähen Blätter beißen möchte, kocht einfach den ganzen Zweig mit und entfernt ihn vor dem Servieren. Die grünen, nadelartigen Blätter verfeinern unvergleichlich italienische Gemüse- und Tomatengerichte. Egal ob mediterran oder klassisch zubereitet, Rosmarinzweige sollten jedes Brathuhn garnieren und werden dringend zu Lammfleisch empfohlen. Selbtgebackenes Brot mit Rosmarin, eine Tasse bestes Olivenöl, ein Glas Wein - und der Abend ist gerettet.

Die Volksmedizin glaubt an die Wirkung des Rosmarin in vielerei Hinsicht: Von krampflösend über tonisch, appetitanregend bis durchblutungsfördernd werden Rosmarin vielfältige Wirkungen zugeschrieben. Laut Ayurveda vermindert das Gewürz Vata und Kapha und vermehrt Pitta. Ätherisches Rosmarinöl in der Duftlampe oder im Wasser beim Saunaaufguss sorgt für einen frisch-würzigen Duft der den Kopf freimacht und die Konzentration fördert.