© SONNENTOR

Unterstützung aus Griechenland

In der SONNENTOR Familie ist (fast) alles möglich und es wird geholfen, wo Not am Mann bzw. der Frau ist: So unterstützt unser griechischer Anbauer Elias Bakalis gemeinsam mit seiner Frau Mary über die Wintermonate unsere Produktion in Sprögnitz. Eine Sinn-Win-Situation für beide Seiten.

Normalerweise ist Elias Bakalis auf seinen Kräuterfeldern im griechischen Parnon-Gebirge zu finden. Nahe seinem Heimatort Agios Andreas – im Osten der Halbinsel Peloponnes und 160 Kilometer von Athen entfernt – bewirtschaftet er mit viel Liebe und Leidenschaft ca. 15 ha Land in unterschiedlichen Höhenlagen. Im Winter, wenn der Kräuteranbau witterungstechnisch pausiert, arbeiten Elias und Mary bei umliegenden Olivenbauern bei der Ernte mit. Normalerweise.

„Doch heuer konnten wir aufgrund von Corona nicht von Betrieb zu Betrieb fahren und helfen. In Griechenland ist die Lage momentan nicht sehr rosig. Und da haben wir uns über das Angebot aus Sprögnitz natürlich sehr gefreut“, erzählt uns Mary. So überlegten die beiden nicht lange und packten kurzerhand ihre Koffer, um unsere Hand & Liebe Verpacker in Sprögnitz zu unterstützen. „Jede zusätzliche Hand wird gebraucht – die Nachfrage ist groß“, berichtet Einkaufsleiterin Gertrude Biedermann, die eine ganz besondere Beziehung zu den beiden pflegt und sie damals in die SONNENTOR Familie holte. 

Fasziniert vom Duft und der Herzlichkeit

Für Elias ist die Arbeits-Einladung eine ganz besondere Erfahrung und Bereicherung. „Der Duft hier ist einfach ein Traum. Schon bei meinem ersten Betriebsbesuch zu Beginn unserer Zusammenarbeit war ich begeistert davon. Und jetzt kann ich alles noch besser verstehen, die gesamten Arbeitsschritte sehen, die mit ‚meinen‘ Kräutern passieren“, schwärmt er. Auch Mary fühlte sich gleich von Beginn an wohl: „Es ist wahnsinnig schön, wie nett die Leute sind und wir alles anschauen und mitarbeiten können. Der Umgang mit den Mitarbeitern und Bauern ist schon ganz besonders“, freut sie sich. Und für Elias gab es zudem noch einen schönen Moment: Zu seinem 60. Geburtstag wurde er von seinen Kollegen überrascht. „Es war erst meine zweite Geburtstagsfeier“, berichtet er ganz gerührt. In Griechenland wird nämlich anstelle des Geburtstages der Namenstag gefeiert. 

Seit 2014 in der SONNENTOR Familie

Schon als Elias zum ersten Mal von SONNENTOR hörte, war er fasziniert – und zwar vom Namen. Er hatte seine eigene Vorstellung: „Ich dachte, der Name steht für eine Öffnung und ein Tor zum Licht. Das habe ich von unserer griechischen Kultur abgeleitet. Erst viel später habe ich die eigentliche Bedeutung dahinter verstanden“, schmunzelt er. Aufmerksam auf SONNENTOR wurde er übrigens über ein Inserat in einer griechischen Zeitung, über das Oregano-Bauern gesucht wurden. „Und seither ließ ihn SONNENTOR nicht mehr los und er wollte unbedingt für SONNENTOR anbauen“, ergänzt Mary. „Wir haben sofort angerufen, Muster geschickt und wir sind einfach dran geblieben“, erzählen die beiden von damals. Endgültig geklappt hat es dann erst einige Zeit später, als die beiden auch die nötige Menge kultivieren konnten und sie auf der BioFach Messe mit Einkaufsleiterin Gertrude Biedermann ins Geschäft kamen. 

Bauer mit Leidenschaft

Schon seit er denken kann ist Elias mit der Natur verbunden. So war es für ihn klar, dass er – nach einigen Zwischenstationen – die elterliche Landwirtschaft übernahm, vergrößerte und in einen Bio-Kräuteranbau umwandelte. „Ich liebe alle Kräuter und Gewürze und bio ist für mich eine Selbstverständlichkeit“, erzählt er. Seine absoluten Lieblinge sind Zistrose, Oregano und Johanniskraut. Für SONNENTOR kultiviert er momentan Oregano, Basilikum und Lorbeer. Und er liebt es vor allem, Neues auszuprobieren. Der Kräuteranbau ist für ihn ganz klar weit mehr als eine Arbeit, er ist seine große Leidenschaft. Und darauf sind auch seine Frau Mary, die drei mittlerweile erwachsenen Kinder sowie seine Enkelin besonders stolz.