Do it yourself, Frühling

Schmarotzer enttarnen & Kraft der Kräuter aktivieren

Die schlauesten Naturgärtner Tricks: Folge 2

Hallo, ihr neugierigen Ausprobierer und verwegenen Gartenpiraten!
Habt Ihr fleißig Samen ausgesät?

Aufdringliche Schmarotzer enttarnen

Wenn ich mir so die junge Pracht auf der Fensterbank anschau‘, die da steht und auf ihre Aussiedelung in den Garten wartet, bemerke ich beim genaueren Hinsehen: Über die frischen Grünen Triebe an meinen Pflanzen freuen sich auch ganz besonders die heuer viel zu aufdringlichen Blattläuse.

Ran an den Feind

Glypho

Bevor ich los maschier‘ um mein Geld in Umlauf zu bringen, schau ich in meiner mentalen Schublade für altbewährte Hausmittel nach und werde fündig: Die Brennnessel!
10 Liter Wasser und ca. ein Kilo frisches Kraut 3 Tage im Schatten stehen lassen. Besprüht man die Pflanzen (wegen Sonnenbrandgefahr nicht während direkter Sonnenbestrahlung!) mit diesem Brennnesselauszug, werden sich die unerwünschten Untermieter wieder zum Auszug entschließen.

Eins für Zwei

Meist bleibt mir bei dieser Menge einiges über und nachdem uns Waldviertlerinnen das „Urassen“ fern liegt, sollte der Rest am besten auch noch einem höheren Zweck zugeführt werden. Bei den Brennnesseln ist das einfach, weil sie einen hohen Stickstoff-Gehalt haben und deswegen der ideale Hauptnährstofflieferant für besonders hungrige Gartenbewohner sind. Auszug noch ungefähr zweieinhalb Wochen draußen in die Sonne stellen, Deckel drauf und wenn’s zu riechen beginnt etwas mit Gesteinsmehl drüber stäuben. Habt ihr „große Esser zu versorgen“ wie Tomaten oder Gurken, diese Jauche 1:10 verdünnt gießen. Bei grünen Freunden mit weniger hohen Ansprüchen wie etwa Spinat oder Kräuter auf der Küchenbank eher in einem Verhältnis von 1:20 verdünnen. Pflanzen die zu Pilzinfektionen neigen zurückhaltend damit versorgen.

Viel Freude Euch und Euren grünen Mitbewohner unter der frischen Maisonne!
Luzi