Nachhaltigkeit, Qualität

Warum Bio besser ist

Da sind sich Kopf und Bauch endlich einig.

„Bio“ oder „nicht bio“, diese Frage stellt sich eigentlich nicht. Auch, wenn Lobbys und Lebensmittelindustrie sich redlich Mühe geben, am Image der Bio-Brache zu kratzen – die Fakten sprechen für sich: Bio-Lebensmittel sind gesünder, nachhaltiger & ethischer.

Glyphosat ist das am häufigsten gespritzte Unkrautvernichtungsmittel weltweit. Von der Weltgesundheitsorganisation „WHO“ wird es als „wahrscheinlich krebserregend“ klassifiziert. Damit die Lebensmittel, die damit gespritzt werden, nicht genau wie das Unkraut verenden, müssen sie gentechnisch manipuliert werden. Wir bekommen einen Zweifach-Cocktail aufgetischt: Gentechnisch veränderte und mit Gift gespritzte Nahrung. Unsere Pflanzenvielfalt ist gefährdet, denn die Züchtungen werden dahingehend vorgenommen, dass sie Behandlungen mit dem Breitbandherbizid überstehen. Glyphosat schädigt Mikroorganismen, Würmer, Amphibien und natürlich die Menschen, die die behandelten Lebensmittel essen. So manche Studie deutet auf hormonelle Wirkungen des Spritzmittels hin. Trotzdem wird in der EU gerade diskutiert, ob es für die nächsten 15 Jahre wieder zugelassen wird.

Bio verzichtet auf Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln
Schreiber Maria

In der biologischen Landwirtschaft werden keine chemischen Spritzmittel und keine Handelsdünger eingesetzt. Klar, dass biologische Lebensmittel deswegen kaum mit Pestiziden belastet sind. Rund 200 Mal weniger als jene aus konventionellem Anbau. Das macht sie natürlich automatisch auch gesünder, denn beim Konsum nehmen wir dementsprechend weniger Umweltgifte zu uns. Dass der Einsatz von Gentechnik in der biologischen Landwirtschaft verboten ist, versteht sich von selbst.

Bio schützt die Bienen & das Wasser

Pestizide greifen nicht nur Schädlinge an, sondern auch Bienen. Ohne Bienen jedoch haben wir 80% weniger zu essen. Bio hilft also den Bienen – und letztendlich damit auch uns – beim Überleben. Es gibt bereits Regionen auf diesem Planeten, in denen Blüten in Handarbeit bestäubt werden müssen. Nachdem sie ausgetragen werden, versickern Pestizide in der Erde und verunreinigen unser Grundwasser. Für viele Käfer ist das tödlich. Für den Menschen mehr als nur bedenklich.

Bio schont die Ressourcen, ist ethisch und schmeckt besser

Ganz ohne künstliche Zusätze, schmecken Obst, Gemüse und auch Fleisch aus biologischer Landwirtschaft besser. Egal ob Pflanze oder Tier – alles bekommt die Zeit so zu wachsen wie es die Natur vorgesehen hat und das schmeckt man. Alte Pflanzensorten werden kultiviert und alte Tierrassen werden gezüchtet. Tiere dürfen ein tierwürdiges Leben führen. Der prophylaktische Einsatz von Antibiotika ist verboten. Abgesehen davon braucht die Herstellung von biologischen Lebensmitteln im Schnitt wesentlich weniger Ressourcen. Methan- und Lachgas-Emissionen halbiert. 12-15% mehr Co2 werden gebunden.

Jede Stimme zählt

Ein hoher Preis, den wir für die billigen Lebensmittel zahlen. Jeder von uns gibt an der Supermarktkassa seine Stimme ab. Je mehr biologische Lebensmittel gekauft werden, desto weniger Kraft hat die industrielle Lebensmittelproduktion. Desto weniger Raum ist für gespritzte, gentechnisch veränderte Lebensmittel. Desto mehr Platz geben wir unserer Umwelt und nicht zuletzt uns. Der Markt ist definitiv nachfragegesteuert – so einfach ist es.