Gesundheit, Frühling, Winter, Detox

Detox - oder wie geht das konkret?

Detoxen mit Regina Kail-Urban

„Detox“ ist viel mehr als nur ein Modewort – dahinter verbirgt sich ein nachhaltiger Lebensstil, der die Freude wachsen lässt.

Das wunderbare am "Detoxen" ist: Der Körper macht es von alleine. Aber mit dem was wir zu uns nehmen und an uns heranlassen, können wir ihn dabei unterstützen und so noch mehr strahlen.
Auf die Plätze, fertig, los mit Detox! So startest mit Detox-Wissen und einem Smoothie in den neuen Tag.

Kamille

Detox, das bedeutet entgiften und unseren Körper dabei sanft zu unterstützen. Dazu ist der Wille Neues zuzulassen und ein wenig Wissen förderlich – der Rest entwickelt sich dann von ganz alleine. Genauso war es bei mir vor mehr als fünf Jahren auch, als ich ganz langsam mit dem ganzheitlichen Detoxen begonnen habe.

Viel Gemüse, Obst, Kräuter und Gewürze der Natur– fertig ist der Detox-Einstieg…

Die Detox-Basics für Eilige

  • Nicht rauchen, kein Alkohol
  • Viel sanfte Bewegung an der frischen Luft
  • So wenig tierisches Eiweiß wie möglich
  • Ausreichend Wasser und Tee, ausreichend Schlaf
  • Keine Fertigprodukte (u.a wegen der Konservierungsstoffe), lieber viel regionales, saisonales Obst und Gemüse, Gewürze, Kräuter und Getreide
  • Weglassen solltest du Gebackenes, Frittiertes, Paniertes und weißen Zucker (achte auch auf den versteckten Zucker in Produkten und auf zu viel Fruchtzucker)
  • positiv denken (Meditation, Entspannungstechniken in den Tagesablauf ohne Druck einbauen)

Das ist zu viel verlangt auf einmal? Geh' es bewusst langsam an! So gelingt es sicher. Auch mein Detox-Weg hat mit vielen offenen Fragen begonnen.

Alles Smoothie oder was?

Brennessel

Eine der ersten, essentiellen Fragen war:
Wie mache ich einen richtig guten Detox-Smoothie? Heute weiß ich – so schmeckt dein Smoothie richtig gut! Was brauchen wir? Wasser, Gemüse, Obst. Am besten bio, regional und saisonal – so schmeckt dein Smoothie richtig herrlich und macht wunderbar satt!

Den Hauptteil des Smoothies macht gesundes, frisches, rohes Gemüse aus. Das süße Obst ist die Draufgabe (Stichwort zu viel Fruchtzucker/vor allem wenn der Smoothie in der Früh getrunken wird, da sonst der Körper gleich nach dem Aufstehen mit dem Fruchtzucker überfordert wird). Unbedingt reife Früchte verwenden, alles andere wird eine geschmackliche Niederlage und macht dann keine Freude. Für den Beginn eigen sich am besten Äpfel (Gala, Elstar, Cox Orange, Boskoop), Birnen (Kaiser Alexander, Abate) und Bananen (Fairtrade).  Als Einsteiger-Gemüse empfehle ich: Gurken, zwei, drei Blätter Kohl oder Kraut (Achtung kann geschmacklich sehr intensiv werden), Blattsalate, Löwenzahn, Brokkoli,  Spitzwegerich, Avocado (macht den Smoothie sämig), Karotten und auch gekochte, rote Rüben siehe Spezial-Rezept am Ende des Artikels. Einen Mixer/Blender.

Du musst nicht gleich in ein Hochleistungsgerät investieren, zu Beginn reicht ein Pürierstab. Damit kannst du auch gleich überprüfen, ob das Obst, das du verwendest auch tatsächlich reif genug ist ;) - eine wichtige Sache bei einem Smoothie! Denn für einen tollen Geschmack und um die Vitamin-Bomben gut verdauen zu können, ist es vor allem wichtig reifes Obst und Gemüse zu verwenden!

Wir gehen ins Smoothie-Detail – und damit sind wir schon mittendrinnen!

Weniger oder mehr Wasser?  Da kommt man mit der Zeit rein – einfach dranbleiben und experimentieren, ob du den Smoothie gerne ganz leicht und flüssig hast oder ihn mit mehr Konsistenz möchtest!? Manche behaupten: „Einen echten Smoothie muss man kauen…“

Wieviel ist genug? Drei, vier Zutaten – that’s it! Zum Beispiel: ein süß-säuerlicher Apfel, eine Handvoll Brokkoli, eine halbe Gurke, ein Schuss Zitrone.  Sind die Zutaten gut gewählt, ist es ein herrliches Geschmackserlebnis, das sich dir offenbart. Ich gebe je nach Lust und Laune einen Teelöffel gemahlenen Ingwer, Kurkuma oder Bockshornklee dazu – das gibt dem Smoothie die besondere Note und mir noch mehr Kraft.

Der Smoothie eignet sich als vollwertiges Frühstück, am Vormittag kann der Körper die rohen Zutaten am besten verdauen (laut Ayurveda ist das „Verdauungsfeuer“ da am stärksten). Ich empfehle den Smoothie vor allem anderen zu trinken. Frühstücksbrei und Frühstücksbrot müssen wesentlich länger verdaut werden und können so den Smoothie blockieren, das wiederum kann dann kann zu einem Völlegefühl führen. Der Smoothie alleine für sich, hinterlässt nur Leichtigkeit und Frische! Natürlich kann der Smoothie auch unter Tags getrunken werden. (Die Diskussion darüber, ob Smoothies nun gut seien oder nicht, lasse ich aus. Was soll schlecht daran sein, sich mit regionalem, saisonalen Gemüse und Obst jeden Tag in dieser einfachen Form zu versorgen? Ich wünsche mir eher, dass übermäßiger Fleisch-, Milch- und Auszugsmehlkonsum, der so etabliert ist in unserer Gesellschaft,  kritischer beäugt werden würde…)

Apfelminze

Rezepte und Co

Smoothies sehen herrlich aus, schmecken und die Zubereitung ist lebbar. Seit fünf Jahren habe ich, außer auf Reisen, noch nie auf meinen verzichtet! Hier noch für dich mein Lieblingsrezept, denn wer behauptet eigentlich, dass Smoothies immer grün sein müssen?

Guten-Moooorgen-Welt-Smoothie in kräftigem Rot

1 großer, reifer Apfel oder eine große, reife 1 Birne, ein Schuss frisch gepresster Zitronensaft, wahlweise noch vier EL  Mus einer Quitte (besonders ballaststoffreich,  ein tolles, heimisches Obst!), eine mittelgroße, gekochte rote Rübe (ich koche sie oft am Vortag, sie halten gut gelagert im Kühlschrank drei bis vier Tage), Wasser, mixen, trinken. Eine süß-säuerliche Geschmacksexplosion:  Guten Moooorgen Welt!

Mehr Infos unter www.detoxingmylife.com