Gesundheit, Genuss, Herbst, Winter, Gewürze

Für alle Vielfrierer da draußen

Ein warmer Start in den Tag

Dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, ist ja eigentlich nichts neues. Wie es sich aber anfühlt, wenn man mit einem warmen Frühstück seinen Tag beginnt, erzählen wir euch jetzt. Habermus und Porridge verdienen ein Comeback und sind alles andere als von gestern. Mit sonnigen Gewürzen abgeschmeckt, mit frischen Früchten oder Fruchtmus verfeinert und mit knackigen Nüssen oder Kernen getoppt, hat das neue warme Frühstück kaum noch was mit dem Brei unserer Kindheit gemein. Besonders im Winter hilft ein warmes Frühstück von innen zu wärmen. Gemeinsam mit einer Tasse Tee können wir aufgewärmt und gestärkt in den Alltag starten. Das klassische warme Frühstück ist der Brei - mit unserem Frühstücks-Brei-Baukasten, kann sich jeder seinen persönlichen Lieblingsbrei zusammenbasteln.

Der Frühstücks-Brei-Baukasten:

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Die Grundlage:

Als Grundlage für den Frühstücksbrei eignen sich fast alle Getreidesorten:

  • Hafer gilt als der Klassiker schlechthin und ist ganz nebenbei ein wunderbarer Lieferant für Eisen, Magnesium und löslicher Ballaststoffe, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken.
  • Dinkel - schon Hildegard von Bingen wusste um die positive Wirkung dieses Getreides, bringt er doch mehr Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß mit als sein naher Verwandter der Weizen.
  • Hirse, Amaranth oder Quinoa - die glutenfreie Alternative. Wer auf eine glutenfreie Ernährung angewiesen ist, der ist mit diesen Körnern gut beraten. Nebenbei sind sie auch reich an Eiweiß und wirken im Gegensatz zu glutenhaltigen Getreiden nicht schleimbildend - ein Tipp für die Erkältungszeit.

Die Flüssigkeit:

Auch hier stehen einem alle Türen offen. Milch, Pflanzenmilch, Wasser, Frucht- oder Gemüsesäfte - wichtig ist nur das Verhältnis von Getreide zu Flüssigkeit. Für eine perfekte sämige Konsistenz benötigt man pro Tasse Flocken etwa 2-3 Tassen Flüssigkeit.

Die Würze:

Man kann seinen morgendlichen Brei süß oder pikant genießen. Zum Versüßen unseres Frühstücks eignen sich neben Altbewährtem wie Zucker und Honig auch Ahorn- oder Reissirup, kleingehackte Datteln oder Kokosblütenzucker. Den pikanten Brei würzen wir mit einer Prise Salz und mit Gewürzen und Kräutern nach Geschmack. Wer gerne seinen Salzkonsum reduzieren möchte, ist mit der Adios Salz! Gewürzreihe gut beraten.

Die Einlage:

Ein richtig guter Frühstücksbrei besteht nicht nur aus Getreide sondern wird mit saisonalen Obst oder Gemüse verfeinert. Bei vielen Sommerfrüchten kann man im Winter einen Klecks Fruchtmus zurückgreifen.

Das Oben-drauf

Kardamom

Jetzt gehts an die Ausgestaltung unseres Frühstücks: Gehackte Nüsse, gepufftes Getreide, Schokostückchen, Kokosflocken…

Neben dem Frühstücksbaukasten haben wir noch ein paar Rezepte für süße oder deftige Frühstücksvarianten - eines haben aber alle gemein, sie sind warm und deshalb besonders bekömmlich.

Warum uns ein warmes Frühstück ganz besonders gut tut!

  • Warme und gekochte Speisen werden von den meisten Menschen besser vertragen als Rohkost.
  • Die warme Mahlzeit am Morgen wärmt von innen - so sagt man kalten Händen und Füßen den Kampf an.
  • Warme Frühstücksbreie bestehen in der Regel aus dem vollen Korn, sie bringen also viele Ballaststoffe und langsame Kohlenhydrate mit, die uns lange satt machen.
  • Ein warmes Frühstück macht einen bereit für den Tag, liegt nicht schwer im Magen und füllt dich mit Energie.

Rezeptideen für einen warmen Start in den Tag

Hildegard’s Dinkel-Habermus mit Birne

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Hildegard’s Dinkel-Habermus ist mit den enthaltenen Äpfeln und seinen Gewürzen Zimt und Galgant auch pur ein Genuss. Mit kleingeschnittener frischer Birne bekommt der Brei aber noch weiche saftige Fruchstückchen. Der gepuffte Amaranth bringt Leichtigkeit und eine nussige Note in das Habermus.

Zutaten für 2 Personen

Zubereitung: Die Birne samt Schale in kleine Würfel schneiden, (evtl. ein paar dünne Spalten als Dekoration aufheben) mit Habermus und Wasser auf mittlerer Hitze 5-8 Minuten köcheln lassen bis der Brei die gewünschte Konsistenz hat. Den Brei auf 2 Schüsseln aufteilen, mit gepufftem Amaranth bestreuen und mit Birnenspalten belegen. Wer möchte würzt noch mit einer extra Prise Zimt oder Wieder gut! Klara Kopf.

Basenmüsli mit Bananen und Kakao

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Das klassische Basenmüsli wird mit Bananen und Kakao verfeinert. Schokolade und Banane sind ein unschlagbares Team und versüßen unseren Morgen. Die Chia-Samen sorgen für einen Extrakick an Omega-3!  Mit so einem Frühstück kann der Tag nur wunderbar werden.

Zutaten für 2 Personen:

Zubereitung: Das Basenmüsli und die Chia-Samen in der gewählten Flüssigkeit ca. 5 min köcheln lassen. Mit 2 TL Schlaukakao würzen und auf zwei Schalen aufteilen. Mit Bananenscheiben und Kakaonibs garnieren und im Bananen-Schoko-Frühstückshimmel schwelgen.

Pikanter Haferbrei mit Kürbiskernen

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Haferbrei muss nicht immer süß sein, die Schotten beispielsweise essen ihren Porridge traditionell nur mit einer Prise Salz. Man kann den pikanten Frühstücksbrei aber auch interessanter gestalten. In unserem Fall sorgen Quendel und Kernöl für Farbe und Geschmack und Kürbiskerne für den nötigen Crunch. In etwas Gemüsebrühe gekocht, schmeckt dieser herzhafte Haferbrei sehr lecker.

Zutaten für 2 Portionen

Zubereitung: Die Haferflocken in einem Topf rösten bis sie zu duften beginnen. Anschließend mit Wasser ablöschen und die Gemüsebrühe hinzugeben. Unter ständigem Rühren bei niedriger Hitze quellen lassen. Mit Kernöl und Quendel abschmecken und mit gerösteten Kürbiskernen bestreuen. Wer seinen würzigen Kernöl-Haferbrei nicht vegan genießen möchte, kann noch etwas würzigen Bergkäse darüber reiben.

Würzige Pancakes mit Tomaten-Kapern-Ragout

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Pancakes landen in den USA fast täglich auf dem Frühstückstisch. Ahornsirup und Speck machen daraus  eine relativ schwere Angelegenheit. Mit Fruchtmus oder frischen Beeren gekrönt mit einer Prise Flower Power schmeckt das Frühstück schon wesentlich leichter und frischer. Wer morgens würzig in den Tag starten und gleichzeitig auf Speck verzichten möchte, für den haben wir hier was. Fluffige Topfen-Pancakes mit einem Ragout aus Tomaten und Kapern. Die gerösteten Pinienkerne on top machen das Ganze nahezu perfekt.

Zutaten:

Zubereitung: Für das Ragout: Zwiebel und Knoblauch in feine Ringe schneiden und in etwas Olivenöl anrösten. Mit Tomatenpolpa ablöschen. Ein paar Minuten köcheln lassen. Die abgetropften Kapern hinzugeben und mit Rauchsalz, Pfeffer und Provence-Kräutern abschmecken. (TIPP: Dieses Ragout schmeckt natürlich auch hervorragend zu Pasta!)

Die Topfen-Pancakes: Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Topfen, Grieß und Eidotter mit einer Prise Salz würzen und glatt rühren. Den Eischnee vorsichtig unterheben und in Butter oder Olivenöl bei mittlerer Hitze langsam ausbacken. Die Topfen-Pancakes sind neutral, lassen sich also süß oder pikant toppen.

Ei im Glas

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Ein klassisches weiches Frühstücksei versorgt uns am Morgen mit der nötigen Portion Eiweiß. Das Ei im Glas kann mit verschiedenen Zutaten wie Frühlingszwiebel, Frischkäse, Kräutern, Schinken und Gewürzen verfeinert werden. Während es ca. 20 Minuten im Wasserbad verbringt hat man Zeit schnell unter die Dusche zu hüpfen - denn morgens zählt jede Minute. Getoppt wird das ganze mit einer Prise Schutzengel-Gewürz, das passt prima zum Ei und ein Schutzengel ist der ideale Begleiter für den Tag.

Zutaten pro Person

Zubereitung: Die kleingeschnitten Zutaten (Zwiebeln, Schinken, Gemüse etc.) in ein ausgefettetes Weckglas geben. 2 Eier darauf schlagen und den Glasdeckel drauflegen (aber ohne Gummidichtung). Im Wasserbad bei 180° ca. 20 min garen. Das Ei ist perfekt, wenn das Eiklar gestockt ist und der Dotter noch flüssig - wer den Dotter lieber fest hätte, gibt noch ein paar Minuten zu. Vor dem Servieren salzen und pfeffern. Dazu passt eine knusprige Scheibe Brot.

Würzige Frühstückssuppe

Guten Morgen

In asiatischen Ländern kommen zum Frühstück würzige Suppen auf den Tisch. Sie liegen nicht schwer im Magen und machen doch satt, wärmen von innen und bringen auch noch eine Portion Gemüse mit. Wer jetzt sagt, dass das am Morgen wohl zu lange dauert, für den haben wir ein schnelles Rezept, dass mit etwas Vorarbeit am Abend, morgens in 5 Minuten auf dem Frühstückstisch steht.

Zutaten für 1 Portion

Zubereitung: Vorabend: Den Dinkelschrot mit der doppelten Menge Wasser einweichen - am besten gleich in dem Topf, in dem man am nächsten Tag die Suppe kocht. Karotte in feine Stifte oder dünne Scheiben schneiden.

Am Morgen: Die Karottenstücke und 2 Scheiben Ingwer (ungeschält, er wird anschließend wieder herausgefischt) zum Dinkelschrot geben und mit heißem Wasser (ca. 250ml aus dem Wasserkocher) aufgießen. Suppenwürze hinzu und ein paar Minuten köcheln lassen. Anschließend mit Sojasauce abschmecken und mit Irma Immun verfeinern. Die Ingwerstücke aus der Suppe nehmen und genießen. Mit etwas Organisation und kaum Mehr-Aufwand gelingt es bestimmt ein warmes Frühstück in den Alltag zu integrieren und von seinen Vorteilen zu profitieren.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Sarah und Alex von www.nudlholz.at