Schmetterlinge sind faszinierende und farbenprächtige Insekten, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch wichtige Bestäuber für unseren Garten. Mit den richtigen Pflanzen und Lebensbedingungen kannst Du Deinen Garten zu einem Schmetterlingsparadies machen.
Maria Manger, Teamleitung Naturgarten
Lieblingspflanzen der SChmetterlinge
Wilde Wiesenblumen: Schmetterlinge lieben naturnahe Wiesenblumen wie Löwenzahn, Schafgarbe, Disteln, Natternkopf, Karthäusernelke, Skabiosen, Günsel, einheimische Goldrute, Glockenblume, Weideröschen, Rainfarn, Klee, Efeu und Wilde Karde. Diese Pflanzen bieten reichlich Nektar und Pollen für die ausgewachsenen Falter.
Beetblumen: Auch in angelegten Beeten fühlen sich Schmetterlinge wohl. Besonders attraktiv sind Storchschnabel, Eisenkraut, Flockenblume, Polsterphlox, Fetthenne, Heidekraut, Seifenkraut, Moschusmalve und Bartblume.
Gehölze: Blühende Sträucher und Bäume bieten Schutz, Nektar und Ruheplätze. Empfehlenswert sind Salweide, Liguster, Faulbaum, Rotbuche, Weißdorn, Vogelkirsche, Schlehe, Haselnuss, rote und schwarze Johannisbeeren sowie Brombeeren.
Raupen und ihre Futterpflanzen
Die Raupen vieler Schmetterlingsarten sind wählerisch: Sie benötigen spezielle Futterpflanzen, um sich zu entwickeln.
Brennnesseln: Die meisten unserer Tagfalter-Raupen fressen Brennnesseln. Dazu gehören die Raupen von Tagpfauenauge, Kleinem Fuchs, Admiral, Landkärtchen, Distelfalter und C-Falter. Große oder kleine Bestände werden je nach Art bevorzugt, sonnig oder halbschattig. An Brennnesseln legen etwa 50 verschiedene Schmetterlingsarten ihre Eier ab.
Spezialisierte Raupenfresser:
Zitronenfalter → Faulbaum
Aurorafalter → Wiesenschaumkraut
Schwalbenschwanz → Dill, Karotte, Fenchel, Kümmel, Hornklee
Weitere Raupenfutterpflanzen: Brennnessel, Distel, Flockenblume, Dill, Faulbaum, Hornklee, Wiesenschaumkraut, Heidelbeere, Wiesen-Labkraut, Mädesüß
Nektarpflanzen – wie DU Schmetterlinge anlockst
Schmetterlinge ernähren sich von Nektar. Blühende Kräuter, Stauden und Wiesenblumen sind ideal. Pflanze früh- und spätblühende Sorten, damit den Schmetterlingen von Frühling bis Herbst Nektar zur Verfügung steht!
Kräuter: Lavendel, Majoran, Thymian, Ysop, Fenchel
Salbeiarten: Steppen- und Wiesensalbei
Weitere Stauden: Bergminze, Katzenminze, Flockenblume, Fetthenne
Lebensweise und Bedürfnisse von Schmetterlingen
Sonnenplätze: Schmetterlinge sind kaltblütig und brauchen sonnige Stellen, um Energie zu tanken. Flache Steine oder warme Mauern eignen sich perfekt zum Sonnenbaden.
Schutz: Dicke Sträucher, Hecken oder Totholz bieten Schutz vor Wind und Fressfeinden.
Wasser: Flache Schalen mit Wasser oder feuchter Sand bieten eine Trink- und Mineralquelle.
Raupenräume: Lasse kleine „wilde Ecken“ mit Brennnesseln und anderen Futterpflanzen stehen. Auch verwilderte Ecken sind Lebensräume.
Schmetterlinge fördern – praktische Tipps
Vielfalt pflanzen: Unterschiedliche Pflanzenarten locken mehr Schmetterlinge an.
Giftfrei gärtnern: Vermeide Pestizide – sie schaden sowohl Faltern als auch Raupen.
Naturnahe Ecken lassen: Ein bisschen Wildnis im Garten ist sehr wertvoll für die Artenvielfalt.
Blühzeiten verlängern: Pflanze Blumen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, um eine durchgängige Nahrungsquelle zu gewährleisten.
Ruhige Plätze schaffen: Schmetterlinge brauchen ungestörte Ruheplätze, um Eier zu legen oder sich zu verpuppen.