Tee, Verdauung / Magen

Käsepappel:
wenn's brennt und kratzt!

MALVA SYLVESTRIS

Die Käsepappel oder Blaue Malve hat mit der Pappel nichts zu tun. Sie ist äußerst anspruchslos und gehört zu den Pflanzen, die auch im September noch blühen. Von ihrer stattlichen Größe und den behaarten Stängeln sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Denn in der wild anmutenden Pflanze verbergen sich feine Heilkräfte. Ihre Blüten reifen zu käseleibartigen Früchten heran. 

Käsepappel

Rundum wirkungsvoll

Die Käsepappel ist genau das richtige Kräutlein, wenn der Frosch wieder einmal im Hals stecken geblieben ist. Dank Schleim und Gerbstoffen wirkt sie reizlindernd bei trockenem Mund, Heiserkeit oder Husten. Generell gilt: Käsepappel hilft immer wenn’s „brennt und kratzt“, und ist eine beliebte Heilpflanze für den Magen-Darm-Bereich.  

Im Mittelalter wurde die Käsepappel als Orakel verwendet, um anzuzeigen, ob ein Kindersegen ins Haus steht.

Was kann ich damit machen?

Lauwarme Käsepappel Tee eignet sich zum Gurgeln bei Halsbeschwerden. Dafür einfach einen starken Tee brauen und etwas auskühlen lassen. Eine Käsepappel-Kompresse soll einen angeschlagenen Magen wieder beruhigen. 

Schon gewusst?

Ein spanisches Sprichtwort besagt: „Malve im Gemüsegarten lässt den Doktor draußen warten.“ Ein Brei aus ihren käseleibartigen Früchten wurde in der Volksmedizin Kindern und schwachen Menschen zum "Aufpäppeln" gegeben. 

Sensoriktasse_Käsepappel