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Gut schlafen mit Kräutern & Gewürzen

Während wir schlafen, regenerieren sich Körper und Seele und schöpfen neue Kraft. Mit Kräutern und Achtsamkeitstipps unterstützt du sie dabei, Ruhe zu finden.

Ein guter Tag beginnt bereits in der Nacht, denn nur ausgeschlafen und erholt können wir die vielen Aufgaben des Lebens meistern. Während wir schlafen, regenerieren sich Körper und Seele und schöpfen neue Kraft. Doch wer kennt es nicht, wenn die Gedanken Karussell fahren, man sich von einer Seite auf die andere wälzt und morgens völlig gerädert aus den Federn kriecht?! Mit Kräutern und einfachen Achtsamkeitstipps kann man den Körper unterstützen Ruhe zu finden um sanft in die Welt der Träume zu gleiten. 

Übers Schlafen und Nicht-Schlafen

Regelmäßige, nächtliche Ruhepausen sind für den Körper essentiell. Nicht umsonst verbringen wir ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen. In dieser Zeit, in der wir in Dunkelheit umhüllt ins Unbewusste abtauchen und scheinbar nicht produktiv sind, arbeitet unser Körper auf Hochtouren. Organe werden regeneriert, Wunden geheilt, Fett verbrannt, das Immunsystem gestärkt und die Eindrücke des Tages sortiert. Fakt ist: der Schlaf dient als wichtiger Schutz vor Erschöpfung und ist die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Wird die nächtliche Ruhe gestört, fühlen wir uns schnell erschöpft, weniger leistungsfähig und gereizt. Was hin und wieder ganz normal ist, wird für immer mehr Menschen zum Dauerzustand. Denn Schlaflosigkeit, Ein- und Durchschlafprobleme sind die direkte Ursache unseres immer hektischer werdenden Alltags. Diesen und die Umgebung schlaffreundlicher zu machen ist ein erster Schritt um dem Schäfchenzählen ein Ende zu setzen.

Die kleine Schlafschule

„Der Schlaf ist eine Taube. Wenn wir die Hand ruhig halten, dann setzt sie sich darauf. Wenn wir nach ihr greifen, fliegt sie fort“. - Paul Dubois (Schweizer Psychotherapeut )

Tatsächlich können wir das Schlafen nicht erzwingen. Mit ein paar Tipps kann man aber die richtige Umgebung und Voraussetzungen für Ruhe und Schlaf schaffen:

  • Das Schlafzimmer sollte kühl und dunkel sein: Heizung runter drehen, 10 Minuten stoßlüften und indirektes oder gedämmtes Licht sorgen für eine angenehme Atmosphäre.
  • Vor dem Zubettgehen sollten Genussmittel nur in Maßen und keine schweren Mahlzeiten, Kaffee oder Schwarztee genossen werden. Kräutertees und Trockenfrüchte sind ideale Begleiter für die Abendstunden.
  • Schlafräuber verbannen: Smartphones, Arbeit, Fernsehen und Essen lenken ab und sollten nicht mit ins Bett kommen.
  • Wer annähernd zur selben Zeit schlafen geht und aufsteht, gewöhnt seinen Körper an einen gesunden Tag-Nachtrhythmus.     
  • Hat man sich ausreichend bewegt oder war nur das Hirn tätig? Um auch den Körper müde zu machen, sollten wir uns viel bewegen – Laufen, Yoga oder ein Abendspaziergang sind der perfekte Ausgleich.

Achtsame Abendrituale

Bewusst geschaffene und zelebrierte Abendrituale können beim Abschalten helfen und stimmen auf das Schlafengehen ein. „Ritual“ wird abgeleitet von „rta“ (aus dem Sanskrit) und bedeutet übersetzt „Ordnung“. Wenn am Abend noch Chaos im Kopf herrscht, tut es unheimlich gut Ordnung in die Gedanken zu bringen. Das Niederschreiben unverdauter Gefühle, Eindrücke und Sorgen mithilfe eines Tagebuches hilft dabei, Probleme nicht mit ins Bett zu nehmen. Lassen der Gedanke an wichtige Erledigungen und lange To-Do Listen den Kopf nicht frei werden, helfen ein Notizheft und Bleistift neben dem Bett. Alles was am Einschlafen hindert, wird für den nächsten Tag niedergeschrieben. Tägliche Rituale geben unseren Handlungen Struktur und Ablauf. Der Körper lernt diese zu deuten als Einstimmung auf das Schlafengehen. Jeder kann sich individuelle Abendritual schaffen, Möglichkeiten gibt es viele: der Genuss eines wohltuenden Kräutertees, ein wohliges Fußbad oder das sanfte Einmassieren eines duftenden Balsams.

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Schlaf-Gut Tee & warme Füße

Nicht nur ein voller Kopf, sondern auch kalte Füße hindern am Einschlafen. Während man also eine Tasse des selbstgemischten Schlaf-Gut Tees genießt, lässt man die Füße im wohlig warmen Kräuterfußbad baumeln. Dazu bereitet man die doppelte Menge des Tees zu und gießt eine Hälfte in das Fußbadewasser. Die ätherischen Öle der Kräuter werden durch die Haut absorbiert und entfalten gleich auf doppeltem Weg ihre beruhigende Wirkung. Danach kuschelt man sich mit Wollsocken und einer Wärmflasche ins flauschige Bett.

Tipp: Ergänzt man das Fußbad mit Lindenblüten, verstärkt sich die wärmende Wirkung und der süße Duft der Blüten lässt die Sorgen mit dem heißen Dampf davonfliegen.

Selbstgemachter Schlaf-Gut Tee

Kräutertees sind eine wunderbare Möglichkeit um Ruhe zu finden. Es gibt viele Kräuter die beruhigend auf uns wirken und durch den Abbau von Angst- und Spannungszuständen das Einschlafen begünstigen. Nach Lust und Laune kann man sich seine eigene Schlaf-Gut Mischung aus diesen Kräutern zusammenstellen:

  • Die wunderbar duftende Zitronenmelisse ist eine Meisterin, wenn es um Hilfe bei Nervosität geht - ob Herzklopfen, nervöser Magen oder allgemeine Rastlosigkeit.
  • Die unreif geerntete Haferpflanze, der Grüne Hafer, gilt als mildes Beruhigungsmittel bei nervöser Erschöpfung und Schlaflosigkeit und schmeckt lieblich süß.
  • Nicht berauschend, aber beruhigend wirken die Hanfblätter... weshalb sie wunderbar in die Schlaf-Gut Mischung passen. Hanf ist eine sehr vielseitige Pflanze und in Asien ein wichtiger Bestandteil der Heilkunde.
  • Den wohltuenden Lavendel empfahl schon Hildegard von Bingen, wenn kreisende Gedanken am Einschlafen hindern. Als Tee oder Kräuterbad beruhigen die duftend-blauvioletten Blüten die Sinne und bringen uns ins seelische Gleichgewicht.
  • Die Blume der Liebe, die Rose, wirkt harmonisierend, besänftigend und hüllt uns in eine Wolke aus Behaglichkeit.
  • Das gelb blühende Johanniskraut wird seit Jahrhunderten als Stimmungsaufheller geschätzt. Der volkstümliche Name „Teufelsflucht“ verrät, dass das Sonnenkraut trübe Gedanken vertreibt und angstlösend wirkt.
  • Baldrian erhöht die Schlafbereitschaft und verkürzt die Einschlafzeit. Passionsblume und Hopfen werden ebenfalls bei Schlafstörungen und Nervosität empfohlen.

Unser Tipp: 2 Teile Zitronenmelisse und 2 Teile Grüner Hafer mit je 1 Teil Lavendel, Johanniskraut, Rosenblüten und Hanf mischen. Mit heißem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Abends 1-2 Tassen vom Schlaf-Gut Tee genießen.

Sandmännchen-Tee für die Kleinen: Wenn auch der Hanf kein THC enthält, ist er dennoch nicht für Kinder geeignet. Stattdessen kommen Kamillen- oder Lindenblüten in den Tee.

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Lavendelbalsam & Massage

Im gut gelüfteten Schlafzimmer eine Duftlampe mit 5 Tropfen ätherischen Lavendelöl vorbereiten oder einen Duftstein neben dem Bett damit beträufeln. Eine warme Dusche nehmen und und anschließend die Fußsohlen bis zum Unterschenkel von unten nach oben sanft mit dem  Lavendelbalsam einmassieren. Das hilft die Energie vom Kopf in die Füße zu schicken.

Lavendelbalsam für die Seele

Ausgewählte ätherische Öle helfen uns beim Entspannen, Loslassen und eintauchen in die Welt der Träume. Allen voran das naturreine ätherische Lavendelöl, welches erwiesenermaßen Stress und Angst reduziert. Verarbeitet zu einem wunderbaren Lavendelbalsam, welcher sanft auf Brust, Stirn, Pulsbereich oder am Handgelenk einmassiert wird, werden die ätherischen Öle über Haut und Atemluft aufgenommen und besänftigen die Sinne.

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Kräuterkissen & Atmung

Das Kräuterkissen leicht andrücken, auf die Brust legen und mit verschlossenen Augen mehrmals tief ein- und ausatmen. Bewusst auf die Atmung achten und die Kräuterdüfte wahrnehmen. Durch die Körperwärme lösen sich die ätherischen Öle und entfalten ihre Wirkung über die Atemwege.

Schlaf-Gut Spray

Neben Kräuterkissen, Duftlampen und dem Lavendelbalsam gibt es noch eine weitere Möglichkeit die wunderbare Welt der ätherischen Öle erlebbar zu machen. Nämlich in Form von selbstgemachten Sprays. Der Schlaf-Gut Spray enthält mit ätherischem Lavendel- und Zirbenöl im Gegensatz zu gekauften Raumsprays keine synthetischen Parfum- und Duftstoffe sondern nur Natur. Im Schlafzimmer versprüht, begleiten Lavendelfelder und Zirbenwälder in einen ruhigen und erholsamen Schlaf. 

Selbstgemachtes Kräuterkissen

Duftende Kräuterkissen im Bett sind eine wunderbare Einschlafhilfe für Groß und Klein und im Nu selbstgemacht. Dazu wird einfach ein kleines Baumwoll- oder Leinensäckchen mit einer Mischung aus Kräutern wie Lavendel, Kamille, Lindenblüten, Rose, Fenchel, Pfefferminze, Zitronenmelisse, Thymian, Zirbenspänen und Hopfenzapfen befüllt und gut verschlossen. Ein paar Tropfen ätherisches Lavendel- oder Zirbenöl mit den Kräutern vermengt, verstärkt die Wirkung. Die Düfte die das Kissen ausströmt, wirken beruhigend und lindern Nervosität. 

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Durchatmen mit Lavendel und Zirbe

Das Schlafzimmerfenster weit öffnen und die frische Nachtluft hereinlassen. Decken und Polster vor dem Zubettgehen aufschütteln und den Spray im Zimmer und über dem Bett versprühen.

Tipp: Der Duft von Äpfeln neben dem Bett wirkt ebenfalls beruhigend und harmonisierend.

Selbstgemachter Melissengeist

Die aus dem Mittelmeerraum stammende Melisse gilt bei uns seit langem als sehr wertvolle und geschätzte Heilpflanze. Bereits im 9. Jahrhundert wurde sie von Mönchen über die Alpen gebracht und erlangte durch den 1826 von einer Klosterfrau entwickelten Melissengeist Bekanntheit. Ihre Blüten sind eine wichtige Bienenweide, für Heilzwecke hingegen werden die Blätter verwendet. In ihnen enthält die Melisse ätherische Öle, die bei Einschlafproblemen helfen, die durch Herzklopfen, Ängste und Unruhe bedingt sind. In Alkohol lösen sich die Inhaltsstoffe besonders gut, weshalb der Melissengeist als mildes Beruhigungsmittel und sanfter Stimmungsaufheller gilt und auch bei nervösen Magen-Darmstörungen empfohlen wird.

Es gibt viele Möglichkeiten, einen erholsamen Schlaf zu fördern. Strenge Regeln gibt es hierbei nicht, jeder sollte für sich selbst entdecken was gut tut. Gelegentliche Schlafstörungen sind nicht bedenklich, dauern sie aber länger als drei Monate sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Bei der Anwendung ätherischer Öle ist Vorsicht geboten - vor allem bei Kleinkindern und in der Schwangerschaft. Den Raumspray nicht direkt oder auf Tiere auftragen.