Genuss, Tee

Camellia Sinensis: Eine Teepflanze, drei Dimensionen.

Die Welt der Schwarzen, Grünen und Weißen Tees

Drei Teefarben, drei inspirierende Krafttiere

Lange bevor die Menschen lesen und schreiben konnten, wurden Eigenschaften durch Tiere verkörpert. Wer dieser Wesen Bildnisse annahm oder sie bei sich trug, auf den konnte deren Sinngehalt übergehen. Ihre ursprünglichen Bedeutungen wurden durch Mythen von Jahrhundert zu Jahrhundert weitergetragen.

Schwarztee

Der Elefant als Symbol für Weisheit

Elefant

Elefanten sind starke und weise Tiere, die sehr alt werden können und denen ein fantastisches Gedächtnis nachgesagt wird. Nicht nur in den Ländern des indischen Subkontinents, sondern in ganz Asien gelten sie als so stark und weise, dass sie die ganze Welt behüten und auf ihrem Rücken tragen können. Deshalb wird der Elefant dort seit Jahrtausenden als Symbol für Glück, Weisheit und Treue angesehen. Er beschützt jeden, der sich in seiner Nähe befindet, und alle, die ihm nahestehen. Denn die wertvollste Tugend des Elefanten ist die Liebe zu seiner Familie und zu seinen Freunden. Weil der Elefant als Glückssymbol auch ganz besonders für Wissen und Weisheit steht, ist er auch ein treuer Begleiter für alle Lernenden.

Grüner Tee

Der Drache als Symbol für Glück

Drache

Viele Märchen, Legenden und Geschichten ranken sich um das Jahrtausende alte Fabeltier, das in China als höchstes Glückssymbol verehrt wird. Es gilt als oberstes spirituelles Wesen, das durch seine magischen Fähigkeiten allen Menschen Frieden, Schutz und Glück bringt. Wer seine Wünsche und Hoffnungen an den himmlischen Drachen richtet, dem wird der göttliche Segen nicht verwehrt bleiben. Vor allem junge Menschen lieben die positive Drachengestalt, die durch ihre Farbenpracht und schönen Tänze Freude auf ihre Gesichter zaubert. Es wird auch erzählt, dass diese gütigen Wesen als Wassergottheiten verehrt werden, die das Wasser und den Regen lenken und in Flüssen, Seen und sogar Brunnen leben.

Weißer Tee

Der Phönix als Symbol für Erneuerung

Phönix

Immer wieder erwacht der „König der Vögel“, der nach der Legende aus der Sonne geboren wurde, zu neuem Leben und schenkt den Menschen Zuversicht und Hoffnung. „Wie ein Phönix aus der Asche“ sagt auch heute noch der Volksmund, wenn etwas verloren Geglaubtes in neuem Glanz erstrahlt. Da sich das Rad des Lebens ewig weiterdreht, so wie der Kreislauf der Natur, der nie zu enden scheint, verehren die Menschen den heiligen Glücksvogel als Symbol für Auferstehung, Regeneration und Unsterblichkeit. Der Phönix hilft immer wieder dabei, sich weiterzuentwickeln und nicht stehen zu bleiben.

Die Wandlungsfähigkeit der Camellia sinensis

Wie sich frisch gepflückte Blätter durch wenige Handgriffe in schwarzen, grünen und weißen Tee verwandeln

Damit wir in den Genuss der herrlichen schwarzen, grünen und weißen Tees von SONNENTOR kommen können, muss die Teepflanze, aus der alle drei Sorten hergestellt werden, zuallererst entsprechend ihrer zukünftigen Bestimmung verarbeitet werden. Aus den verschiedenen, großteils per Hand durchgeführten Herstellungsprozessen, die sofort nach der Ernte in den Teegärten stattfinden, ergeben sich auch die drei Farben, die letztlich in der Tasse zu sehen sind.

Camellia Sinensis Linie

Schwarzer Tee zeigt Charakter

Bis aus den frisch gepflückten grünen Knospen und jungen Blättern wohlschmeckender schwarzer Tee wird, durchläuft er sechs Arbeitsschritte, die man mit Pflücken, Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren charakterisieren kann. Nach dem Pflücken werden die Blätter zum Welken auf Gestelle ausgebreitet und belüftet. Danach werden die Teeblätter in eigenen Vorrichtungen gerollt. Dabei werden die Blattzellen aufgebrochen und Zellsaft tritt aus – er bestimmt maßgeblich die Farbe und den Geschmack des Tees. Sobald der Zellsaft mit dem Sauerstoff aus der Luft in Kontakt kommt, setzt die Fermentation ein. Diese sorgt dafür, dass sich der teils bittere Geschmack der Teeblätter verliert und der schwarze Tee seinen typischen Geschmack erhält.

Grüner Tee für höchste Ansprüche

Grüntee unterscheidet sich dadurch vom schwarzen Tee, dass er nicht fermentiert wird. Dies wird erreicht, indem die gepflückten Blätter nach dem Welken einer Hitzebehandlung unterzogen werden, wodurch der oxidative enzymatische Reaktionsprozess verhindert wird. Während man in China die Blätter in einer Pfanne röstet, werden sie in Japan über Wasser gedämpft. Dadurch färben sich die Blätter nicht, sondern bleiben grün.

Weißer Luxus für den Gaumen

Für die traditionelle Herstellung der edelsten weißen Teesorten werden nur die unversehrten, jüngsten, weiß behaarten Blattknospen, unmittelbar nach dem ersten Austreiben im Frühling, von Hand gepflückt und auf große Bambustabletts ausgelegt, auf denen sie langsam welken. Dazwischen werden sie immer wieder von Hand gelüftet und schließlich getrocknet, wobei eine leichte Oxidation (Fermentation) stattfindet. Eine starke Fermentation wird dadurch verhindert, dass das Blattgut nicht gerollt und gebrochen wird und somit der Zellsaft nicht mit Sauerstoff oxidieren kann.

Großes Blatt für großen Geschmack

Unmittelbar nach der Teeherstellung folgt abschließend die Sortierung mit mechanischen Siebvorrichtungen. Je nach Größe des Teeblatts bzw. seiner Fragmente unterscheidet man vier verschiedene Gradierungen: Blatt, Broken, Fannings und Dust. Die Gradierungsformeln allein sagen jedoch nur etwas über Blattgröße und Aussehen, jedoch nichts über die Qualität eines Tees. Lose Tees werden nur aus Blatt und Broken hergestellt, für Aufgussbeutel verwendet SONNENTOR nur Fannings, aber keinen Dust. Für die Qualität des Tees ist neben der Herstellung und Verarbeitung vor allem das Anbaugebiet, die Höhenlage, der Boden, das Klima, der Erntezeitpunkt sowie die Erfahrung und Sorgfalt bei der Pflückung entscheidend.

Blattgrade

Die Wiege der asiatischen Teekultur

Reise zu den Wurzeln der Camellia sinensis: SONNENTOR zu Besuch im chinesischen Teegarten Dongzhai

In China und Indien gedeiht die Camellia sinensis besonders gut, da sich die Pflanze im sanften Klima und auf den nahrhaften Böden dieser Länder hervorragend entwickeln kann. Werden die Teeblätter professionell angebaut, geerntet und verarbeitet, entsteht ein Produkt höchster Güte. Deshalb sucht sich SONNENTOR die Teegärten sorgfältig aus und legt Wert darauf, dass die Menschen vor Ort gute Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfinden.

Dem Himmel so nah

Vor vielen Jahren hatte der Besitzer der 166 Hektar großen Fläche in der südchinesischen Provinz Yunnan die Vision, einen Teegarten ökologisch und mit sozialer Verantwortung zu bewirtschaften. Seine Vorstellung war: Wenn es den Menschen, die den Tee pflücken und verarbeiten, gut geht, und wenn sie ihre Arbeit gern verrichten, dann wirkt sich das auf die Qualität des Bio-Tees aus. So kam es, dass der Donghzai-Teegarten entstand, der außergewöhnlich fortschrittlich ist, und von dem SONNENTOR seine beiden grünen Premium-Bio-Tees Green Jade Needle und Mao Feng bezieht.

Elevenses – So heißt die 1. Teezeit des Tages in GB. Um 11 Uhr vormittags. Nicht so bekannt wie der 5-Uhr-Tee, aber genauso stark verbreitet.

Fest verwurzelt in der Region

Weitab von Industrie und Abgasen sowie von konventionellen Farmen wird hier ausschließlich handgepflückter und überwiegend handverarbeiteter Bio-Tee in Spitzenqualität hergestellt. Im Gespräch mit den Teebauern kann man sich ein gutes Bild von den sozialen Standards im Teegarten machen. Man spürt das ökosoziale Herzblut des Gründers und Besitzers, denn dieser Teegarten ist als fair, hervorragend und einzigartig anzusehen. Die 50 komfortablen Häuser, in denen die Teepflücker wohnen, werden den Teebauern vom Teegarten-Management mietfrei zur Verfügung gestellt. Jede Familie verfügt über einen kleinen Bio-Gemüsegarten und hält Hühner und Schweine, sodass sich die Teebauern selbst versorgen können. Alle Kinder gehen zur Schule, Kinderarbeit ist verboten. So können die Kinder der Teebauern später einmal selbst entscheiden, ob sie – wie ihre Eltern – im Teegarten bleiben möchten oder einen anderen Weg für ihre Zukunft wählen wollen.

Mit Sicherheit ein gutes Gefühl

Jede Familie bewirtschaftet ihre eigene Teefläche nach Vorgaben des Teegartenmanagements, die auch für die Ausbildung der Bauern zu Teepflückern oder Teeverarbeitern aufkommt. Die Wochenarbeitszeit ist geregelt und ebenso der Mindestlohn. Bezahlt wird nach Menge und Qualität des Pflückgutes, darüber hinaus gibt es Prämien für Zusatzarbeiten, wie z. B. Unkrautjäten, Kompostausbringen oder Schädlingesammeln. Der Vorteil dieser Art der Bezahlung, die für chinesische Verhältnisse überdurchschnittlich hoch ist: Die Bauern haben ein stabiles Einkommen, denn sie können im Extremfall Ernteausfälle wettmachen.

Teebauern

Im Einklang mit der Natur

Der Tag für die Bauern beginnt bei Sonnenaufgang. Mit einem breitkrempigen Hut auf dem Kopf zum Schutz gegen die Sonne und einem großen Korb auf dem Rücken machen sie sich auf in den Teegarten. Gepflückt wird der Tee aus qualitativen Gründen von Hand, wobei die zwei jüngsten oberen Triebe und die Blattknospe („Two Leaves and a Bud“) besonders hochwertige Tees ergeben. Ob aus diesen Blättern schwarzer Tee, grüner Tee oder weißer Tee hergestellt wird, hängt nur von der Art der Verarbeitung ab. Da im Teegarten alles biologisch angebaut wird, kommen natürlich keine Kunstdünger oder Pflanzenschutzmittel zum Einsatz. Vor der Mittagspause, die die Pflücker in ihren Häusern verbringen, wo sie meist für sich und die Kinder das Gemüse aus dem eigenen Garten kochen, bringen die Bauern den gepflückten Tee dorthin, wo er sofort und ganz frisch weiterverarbeitet und schließlich verpackt wird. Dass die Qualität der SONNENTOR Tees sowie die Einhaltung der hygienischen Vorschriften und der Bio-Standards regelmäßig kontrolliert werden, ist selbstverständlich.

>>Alle Informationen zur Herkunft China

Die richtige Zubereitung

Damit hochwertiger Tee sein wohltuendes Potenzial ausschöpfen und seinen erlesenen Geschmack entfalten kann, sollte er richtig zubereitet werden. Frisch abgekochtes, weiches Wasser eignet sich am besten für die Teezubereitung, kräftige Schwarztees vertragen auch hartes Wasser.

Teepyramide

Dosierung, Wassertemperatur und Ziehzeit

Teemenge pro Tasse, Wassertemperatur und Ziehdauer sind je nach Teesorte unterschiedlich. Als Faustregel für die Dosierung gilt: zwölf Gramm Tee auf einen Liter Wasser. Für eine weitere Tasse Tee kann man die bereits verwendeten, noch warmen Blätter ein zweites oder sogar ein drittes Mal aufgießen und einfach etwas länger ziehen lassen. Schwarzer Tee sollte mit kochend heißem Wasser aufgegossen werden und 2 bis maximal 4 Minuten ziehen. Für grünen Tee reicht eine Wassertemperatur von maximal 90° C und eine Ziehzeit von 2 bis 3 Minuten. Der empfindliche weiße Tee darf nur mit höchstens 80° C heißem Wasser überbrüht werden und zwischen 2 und 3 Minuten ziehen.

Tipps für Geniesser

Verwende Tassen aus Glas oder Porzellan, da sie geschmacksneutral sind und sich daher für unterschiedliche Teesorten eignen.
Stövchen oder Rechauds zum Warmhalten der Kanne sind nur für Schwarztees geeignet, das Aroma von weißen oder grünen Tees wird durch langes Warmhalten beeinträchtigt.

Und für alle, die kein Thermometer verwenden wollen:
90 °C heißes Wasser erhältst du, wenn du kochendes Wasser 5 Minuten auskühlen lassen, 80 °C heißes Wasser gibt’s nach einer Auskühlzeit von 10 Minuten.

Teevielfalt, die keine Wünsche offenlässt

Tee ist ein abwechslungsreiches Getränk, das kalt oder heiß, herb oder süß, pur oder gemischt, genossen werden kann. Allein daraus ergeben sich bereits unzählige Möglichkeiten, jeden Geschmack zu befriedigen.

SONNENTOR Premium-Tees von einzigartiger Qualität

Wahre Teekenner, die den Genuss hochwertiger Tees schätzen und lieben, werden von den losen Premium-Tees begeistert sein. Durch das harmonische Zusammenspiel aller Qualitätsfaktoren wie gemäßigtes Klima, nahrhafter Boden, gewissenhafte Pflege des Teegartens, händische Pflückung, richtiger Erntezeitpunkt und sorgfältige Verarbeitung gehören diese Tees zum Besten von SONNENTOR.

Schwarze Spitzentees aus den besten Anbaugebieten

Es gibt über 1000 verschiedene Schwarztee-Sorten, die Palette reicht von lieblich-zart über kräftig-würzig bis rauchig. Die ältesten und berühmtesten Anbaugebiete liegen im Nordosten des Subkontinents, am Himalaya: In Assam und Darjeeling wird etwa die Hälfte des indischen Tees erzeugt. Alle 4 Sorten sind auch im Aufgussbeutel erhältlich.

Grosse Auswahl an feinstem grünem Tee

Grüner Tee stammt in erster Linie aus China. Hier wurde er „entdeckt“, hier gibt es die meisten Teeanbaugebiete und die meisten Sorten. Da grüner Tee nicht fermentiert wird und somit die Inhaltsstoffe vollständig enthalten bleiben, ist er im Geschmack etwas herber und hat mehr Gerbstoffe. Alle 6 Sorten sind auch im Aufgussbeutel erhältlich.

Luxuriöser Weißer Tee für Gourmets

Ursprüglich war weißer Tee so wertvoll, dass er nur den chinesischen Kaisern vorbehalten war. Denn für seine Herstellung, die durchwegs händisch erfolgt, werden nur die silbrig-weißen, leicht behaarten Blattknospen geerntet. Die extrem schonende Herstellungsweise ist einzigartig und verleiht weißem Tee seinen besonders milden Geschmack. Alle 3 Sorten sind auch im Aufgussbeutel erhältlich.