Auf dem Foto ist ein Korb gefüllt mit Wildkräutern zu sehen. | © SONNENTOR

Farbenfroh, würzig, köstlich

Die Sonne bringt Leben in die Wiesen. Der ideale Zeitpunkt um Wildkräuter zu genießen. Eine Anleitung und Rezepte.
Foto von Brennnesseln. | © SONNENTOR

Wildkräuter genießen - köstlich und dabei so einfach zu sammeln. Denn die bunte Geschmacksvielfalt wächst direkt vor der eigenen Haustür. Wir zeigen euch, wie einfach schmackhafte Kräuter- und Blütenbrötchen zubereitet werden:

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Richtig Sammeln

  • Kräuter sammeln die man kennt - bei Unsicherheit besser nicht Pflücken. Ein Pflanzen-Sammelbuch kann bei der Bestimmung helfen.
  • Die beste Sammelzeit ist zu Mittag bei schönem Wetter, wenn die Blüten geöffnet sind.
  • Nur in unbelasteten Feldern, Wäldern und Wiesen sammeln. Nicht neben Straßen, Spazierwegen und Feldern, die mit Kunstdünger (nicht BIO) bewirtschaftet werden, pflücken.
  • Mindestens 1/3 des Krautes stehen lassen, damit die Pflanze weiterwachsen und sich erholen kann. Auch bei Trieben und Wurzeln gilt: beides genügend an der Pflanze lassen, damit diese weiterwachsen kann und wir später immer noch eine intakte Pflanze zur Ernte haben. Angefressene, verschmutzte oder verschleimte Blätter nicht pflücken.
  • Zum Schneiden am besten Keramik- oder Steinmesser mit Holzbrett verwenden.

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Verarbeiten

  • Wildkräuter brauchen generell nicht gewaschen werden – gerne optional – ansonsten einfach die Blüten und Kräuter kurz liegen lassen, damit Insekten noch die Chance haben zu fliehen.
  • Nur frisch verwenden und erst kurz vor dem Zubereiten schneiden.
  • Lieber zu Beginn nur wenige Kräuter ernten, diese dafür möglichst frisch verarbeiten.
  • Tipp: Anfangs nicht zu viele Wildkräuter mischen, damit man den einzelnen Geschmack besser kennen lernt.

Unsere Wildkräuterliebhaberinnen Maria und Barbara haben sich auf einer unbehandelten Wiese auf die Suche gemacht und fanden nach kurzer Zeit diese Schätze in ihrem Körbchen: Gänseblümchenköpfe, Kleeblüten, Vergissmeinnicht-Blüten, Löwenzahnblüten- und Blätter, Giersch (junge Blätter), Knoblauchrauke (junge Triebe), Wilde Möhre (Blätter), Sauerampfer (Blüten & junge Blätter) und Gundelrebe-Blüten. Auch ihr werdet erstaunt sein, welche Vielfalt auf unseren Wiesen wächst.

Auf dem Foto ist Petersilie zu sehen. | © SONNENTOR

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Wildkräuter-Rezepte

Blütenbrötchen

Für die Blütenbrötchen einfach ein Baguette in Scheiben schneiden, mit Butter oder Frischkäse bestreichen und je nach Belieben mit einem Hauch Salz bestreuen. Fein geschnittene Blüten entweder sortenrein oder gemischt darauf streuen und die Vielfalt kennen lernen und genießen.

Wildkräuterbutter

Wilde Möhre, Gundelrebe/Gundermann und Scharfgarbe zerkleinern und mit weicher Bio-Butter verrühren. Nach Belieben mit Salz verfeinern und Blüten dekorieren.

Brennnesselsuppe mit Ampfer und wilder Möhre

Zutaten (für 3 Personen):
400g Brennnessel, junge Blätter und Triebe
2 große gehackte Zwiebeln
3 EL SONNENTOR Klare Gemüsesuppe
750 ml Wasser
Salz und Pfeffer frisch gemahlen
125 ml Creme Fraîche (vegan Mandelsahne)

Zubereitung (zirka 15 Minuten):

Etwas Butter im Topf zerlassen, Zwiebel und klare Gemüsesuppe zugeben und ein paar Minuten leicht anschwitzen. Brennnesseln zugeben und kurz mitrösten, mit Wasser aufgießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Suppe fein pürieren, nach Belieben nachwürzen und mit Creme fraîche oder als vegane Variante mit Mandelsahne verfeinern.

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