Genuss, Winter, Weihnachten, Gewürze

Winterjause

Genussvoll durch die kalte Zeit

Es geht in Richtung Endspurt zu Weihnachten. Gemütlich und besinnlich soll es in diesem Jahr werden, das steht fest. Keine Hetzerei - das hat man sich auch vorgenommen...Und schon gar keine Last-Minute-Einkäufe am Heiligen Abend - auch so ein Vorsatz für den Advent in diesem Jahr. Gut - die Vorstellungen hätten wir schon mal geklärt - jetzt geht es an die Umsetzung. Und wenn das große Fest dann vorbei ist, kann es ja auch gut und gerne ganz entschleunigt weitergehen.

Drei Dinge zum Entschleunigen

Kutz Kutz

Bewusstes Zeit nehmen für Familie und Freunde, aber auch für sich selbst, sollte in der ruhigsten Zeit des Jahres ein Mehr an Priorität gewinnen. Vielleicht ist bei der Liste der 3 Dinge, die entschleunigen und entspannen sollen, der ein oder andere Punkt dabei, der euch anspricht.

Viel Zeit in der Natur verbringen.

Nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung“ einfach mal alles stehen und liegen lassen, sich warm einpacken und einen langen Spaziergang machen. Die kühle Winterluft hilft Gedanken zu ordnen und nachher ist die Sicht auf die Dinge wieder eine andere.

Slow Food - bewusstes Kochen, aber langsam!

Der Winter ist die Zeit für Schmorgerichte, wärmende Eintöpfe und kräftige Suppen. Diese Gerichte kochen sich nicht in einer halben Stunde, aber mit jeder Stunde, die ein feines Gericht vor sich hin schmort oder köchelt und dabei einen wunderbaren Duft durch die Wohnung ziehen lässt, steigt die Vorfreude auf den Genuss.

Gemeinsam Backen.

Kekse gehören einfach dazu. Ein voller Keksteller, mit vielen verschiedenen Sorten, macht aber auch sehr viel Arbeit. Abhilfe könnte eine gemeinsame Backaktion schaffen. Ihr tut euch zu dritt oder viert zusammen und verbringt einen gemeinsamen Backnachmittag - die Arbeit geht viel leichter von der Hand, nebenbei hat man herrlich viel Zeit um zu Reden und nach getaner Arbeit kann man stolz mit einem selbst gemachten Punsch darauf anstoßen.

Adventjause vs. Christkindlmarkt

Schlitten

Wie wäre es mit einer leckeren Jause mit Familie und Freunden? Christkindlmarkt-Charme in den eigenen vier Wänden, weil es da ja eigentlich viel gemütlicher ist. Man wird nicht herumgeschubst und keiner drängelt sich am Glühweinstand vor (wenn das trotzdem passiert, sollte man bei der Gästeliste für die nächste Adventsjause etwas sorgfältiger sein). Und man kann sie auch nach den Feiertagen noch genießen.

Punsch, Glühwein und Kakao...

 ...wie soll man sich da nur entscheiden? Und vor allem: wozu?

Cremiger Schlaukakao mit Preiselbeerhaube

 

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Zutaten pro Portion:

  • 1 Tasse Milch
  • 1 EL Schlaukakao
  • 2 EL geschlagene Sahne
  • 1-2 TL Preiselbeersirup

Milch erwärmen und Kakao unter Rühren auflösen. Den Kakao in eine Tasse geben und mit Schlagsahne toppen. Langsam 1-2 Teelöffel Preiselbeersirup darüber träufeln.

Die säuerliche Preiselbeere passt hervorragend zu dem cremig-schokoladigen Getränk.

Glühmost mit Glühweingewürz für Weißwein

Most bringt von Haus aus mehr Säure und einen herberen Geschmack mit als Wein - passend für alle also, die es etwas weniger süß mögen. Mit Vanillehonig mäßig gesüßt, ist er fast schon gefährlich süffig.

Zutaten:

  • 2/3 Most
  • 1/3 Wasser
  • Glühweingewürz (pro Tasse 1 Beutel)

Alles miteinander wärmen (sollte nicht kochen!) und mind. 10 min ziehen lassen. Mit Honig süßen.

Kaminknistern mit Schuss

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Der würzig-fruchtige Geschmack des Kaminkistern-Tees eignet sich hervorragend als Basis für Punsch. Mit Honig gesüßt und frischgepresster Orange verfeinert wird daraus im Handumdrehen ein leckeres Getränk. Ein Stamperl Cointreau macht das Kaminknistern perfekt. Mit oder ohne Schuss ein Genuss.

Pro Tasse:

  • 1 Beutel Kaminknistern
  • 1/2 Orange (ausgepresst)
  • 2 cl Cointreau
  • Honig nach Belieben

Ingwer-Sonne meets Moscow Mule

Den bekannten Ingwer-Cocktail kann man auch in der Weihnachtszeit genießen. Ingwer-Sonne aufbrühen mit Kandiszucker süßen. Frisch gepressten Zitronensaft und ein Schuss Vodka hinzu - Wärmt von innen.

Auch essen muss der Mensch

- hier gibt’s ein paar Rezepte, die bei einer gemütlichen Adventjause nicht fehlen dürfen und ganz leicht umgesetzt sind!

Raclette-Brot

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Der Schweizer Klassiker ganz einfach und schnell umgesetzt. Ein deftiges heißes Käsebrot mit spannenden Gewürzmischungen verfeinert - dem kann keiner widerstehen.

Zutaten pro Person:

  • 2 Scheiben Bauernbrot
  • 4 Scheiben Raclette-Käse (je nach Größe)
  • Kümmel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Gewürzvariationen: Tante Mitzis Bratengewürz, Sieglindes Erdäpfelgewürz, Die Bodenständige

Zubereitung:

Die Brote mit dem Käse belegen und im Backrohr bei 200 ° rösten, bis der Käse geschmolzen und das Brot knusprig ist. Mit Gewürzen bestreuen und genießen.

Bratapfel mit Chai-Küsschen

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Kaum ein anderes Gericht verzaubert die Küche mit einem derart würzig-süßen Geruch. Eine Füllung aus Nüssen und gepufftem Amaranth bildet den knusprigen Gegenpol zum weichgeschmorten Apfel, der im besten Fall ein Boskoop ist. Der Boskoop hat außen eine ledrige Schale, die im Ofen wunderbar weichgeschmort wird und das säuerliche Innenleben umschließt. Abgerundet wird das ganze mit einer ordentlichen Prise Chai-Küsschen und einem Tupfen Himbeermarmelade.

Zutaten pro Bratapfel:

  • 1 EL Amaranth gepufft
  • 1 EL gemahlene Nüsse
  • 1 gehäufter Teelöffel Butter oder Kokosöl
  • 1 TL Chaiküsschen
  • Kokosblütenzucker nach Geschmack
  • Himbeermarmelade

Zubereitung:

Das Kerngehäuse des Apfels ausstechen. Alle Zutaten für Füllung (außer Marmelade) miteinander verkneten und in den Apfel füllen oder besser gesagt stopfen. Mit einem Löffelchen Marmelade toppen und bei 200° backen bis der Apfel weich ist. Mit Vanillesauce oder einer Kugel Vanilleeis ein Gedicht!

Knusper, knusper, knäuschen…

Lebkuchenvariationen

….wer knabbert an unseren Lebkuchen Cantuccini? Lebkuchen schmecken lecker und so richtig nach Weihnachten - aber die Zubereitung ist nicht immer ganz einfach. Um einen perfekten weichen Lebkuchen aus dem Ofen zu zaubern, erfordert es schon einiges an Geschick und Wissen (oder auch Glück). Bei den Lebkuchen Cantuccini braucht man weder Geschick noch Wissen und schon gar kein Glück! Die gelingen total einfach und lassen sich gleich vom Backblech wegknuspern.

Wer nicht so gerne knabbert, sondern lieber weiches schokoladiges Gebäck bevorzugt, der ist mit den weichen Lebkuchen-Nusstalern gut beraten. Die Zubereitung ist genauso einfach, doch nicht mit Knusprigkeit wird überzeugt, sondern mit einem soften Innenleben, das herrlich auf der Zunge zergeht Geschmacklich macht die Kombination aus Haselnuss, Kakao und Lebkuchengewürz auch so einiges her - also ran an die Schüssel.

Lebkuchen Cantuccini

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Zutaten:

  • 300 gr. Mehl
  • 1 Tl Salz
  • 3 TL Lebkuchengewürz
  • 120 gr. weiche Butter
  • 180 gr. Kokosblütenzucker
  • Vanille
  • 2 Eier
  • 150 gr. Mandeln (ganz)

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem homogenen Teig kneten (Mandeln kommen ganz zum Schluss dazu) und daraus zwei längliche Laibe formen. Das macht ihr am besten direkt auf dem Backblech, da der Teig eher weich ist. Mit nassen Fingern die Oberfläche glatt streichen und bei 180° für 30 min backen. Nach einer halben Stunde im Backrohr holt ihr das Gebäck heraus und schneidet es in daumenbreite Scheiben. Die Scheiben kommen für weitere 10 Minuten in den Ofen. Auf einem Rost auskühlen lassen und kühl und trocken aufbewahren.

Lebkuchen-Nusstaler

Zutaten für ein Blech:

  • 125 gr. Butter (weich)
  • 100 gr. Mehl
  • 100 gr. gemahlene Nüsse
  • 100 gr. Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem Teelöffel den Teig portionieren und Kugeln daraus formen. Die Kugeln im Kühlschrank ruhen lassen, bis das Backrohr auf 170 ° aufgeheizt ist. Für 13 min backen (nur so bleibt das Innere herrlich weich!) und auf einem Rost abkühlen lassen. Verzieren oder auch gleich essen – ganz egal!

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Sarah und Alex von www.nudlholz.at